DemografieGestalter 2018 für Partizipationsprozesse

Taufkirchen für alle – eine Gemeinde praktiziert Inklusion

Dr. Franziska Giffey hat am 04. Juni fünf Mehrgenerationenhäuser als "DemografieGestalter 2018" ausgezeichnet. Das Projekt "Taufkirchen für alle" des Mehrgenerationenhauses Taufkirchen (Vils) wurde in der Kategorie "Partizipationsprozesse" ausgezeichnet, da es besonders auf den systematischen Ausbau von Beteiligungsstrukturen für Benachteiligte ausgerichtet ist.

Insgesamt bringen 540 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland Alt und Jung zusammen, bieten Beratung in allen Lebenslagen und nachbarschaftliche Hilfe.

[Es erscheint die Einblendung "Mehrgenerationenhaus-Preis - Demografie Gestalter 2018". Das Ortsschild "Taufkirchen (Vils)". Autos fahren am Rathaus vorbei.]

Taufkirchen an der Vils ist eine Gemeinde mit ungefähr 10.000 Einwohnern im Landkreis Erding in Bayern. Unser Ziel ist, dass unser Ort für alle Menschen lebenswert ist und dass auch alle sich willkommen und geschätzt fühlen.

Das Besondere ist eigentlich, dass sich hier wirklich Menschen begegnen jeden Alters, Menschen mit Behinderungen, alte Menschen, junge Menschen. Das finde ich eigentlich das Schöne daran, dass nicht die Gruppen parallel hier Gast sind, sondern, dass die miteinander hier Gast sind.

[Menschen unterschiedlichen Alters und Menschen mit und ohne Behinderungen interagieren miteinander.]

Es gibt glaube ich viele Menschen, die Schwierigkeiten haben auf einen Behinderten zuzugehen. Die schauen dann lieber auf die andere Straßenseite. Und das ist dann immer schön, wenn die Jugendlichen dann auf einen Gehandicapten zugehen.

[Der sehbehinderte Werner Fiedler wird durch eine Tür begleitet  und ist im Gespräch mit anderen Engagierten.]

Also mir bringt es persönlich neue Erfahrungen, weil die junge Generation weniger mit der Alten macht und so kann man was Neues lernen.

Ja, ich finde auch, man sollte sich durchaus für ältere Generationen und auch verschiedene Krankheiten durchaus interessieren, da man auch viel für sich lernen kann.

[Es werden verschiedene Zeitungsauschnitte gezeigt, die die positive Resonanz des Projektes im Ort darstellen.]

Ich meine, dass Inklusion einfach zuerst im Kopf beginnt. Wenn ich inklusiv denke, sind für mich alle Menschen gleich.

[Eingangsbereich des Mehrgenerationenhauses mit Schriftzug.]

Mein Wunsch ist, dass es uns gelingt, dass wir wegkommen von dem, dass wir Babys, Kinder in Einrichtungen stecken, Senioren in eine Einrichtung stecken, sondern dass wir mit diesen generationenübergreifenden Projekten wieder dazu kommen, dass es wirklich ein Miteinander wird.

[Die freiwillig Engagierten und der Bürgermeister besprechen sich.]

Inklusion bedeutet für uns, dass alle Leute mit einbezogen werden. Dass sie sich willkommen fühlen und dass sie teilhaben sollen und dürfen, am Leben hier in Taufkirchen.

[Man sieht die Einblendung "Herzlichen Glückwunsch zum DemografieGestalter 2018!" und das Logo des BMFSFJ.]