Festakt mit Dr. Franziska Giffey

Stimmen zu 100 Jahren Frauenwahlrecht

Am 12. November fand im Deutschen Historischen Museum in Berlin ein Festakt zum hundertjährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts statt. Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey empfing gemeinsam mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zahlreiche Mitstreiterinnen für die Frauenrechte. Sie alle machten deutlich: Der Kampf für Frauenrechte geht weiter.

[Verschiedene Personengruppen sind auf oder vor der Bühne des Festsaals des Historischen Museums zu sehen, wie sie sich unterhalten oder fotografieren.]

Wir sind hier im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Wir haben gerade den Festakt "100 Jahre Frauenwahlrecht" hinter uns und es ist hier wirklich eine super Stimmung. Es sind viele engagierte Frauen aus Politik, aus Gesellschaft, aus der Wirtschaft, aus der Zivilgesellschaft da, die seit vielen Jahren für die Rechte der Frauen streiten und sich auch stark machen, dass Frauen in Führungspositionen kommen, dass die sozialen Berufe, in denen sie arbeiten, aufgewertet werden, dass es gleichen Lohn für gleiche Arbeit gibt und dass eben auch gegen Gewalt an Frauen vorgegangen wird.

[Ein Chor singt auf der Bühne zum Publikum. In der ersten Reihe sitzt neben Franziska Giffey unter anderem Bundeskanzlein Dr. Angela Merkel]

Bis 1977 musste ich meinen Mann fragen, ob ich erwerbstätig werden könnte - für die junge Frauengeneration heute unmöglich. Diese Rechte, die ich mir erkämpfen musste, müssen wir Frauen uns heute erweitert erkämpfen.

Die Emanzipation kann man einfach dadurch erreichen, dass man sich emanzipiert verhält und emanzipiert handelt. Das fängt bei den kleinsten Kindern im Kindergarten an, natürlich auch zu Hause. Wenn wir schon unsere Kinder in bestimmte Rollenmodelle hineinpressen, wie man das sieht im Kaufhaus, da gibt es eine Girls-Spielzeugecke und eine Boys-Spielzeugecke. Da muss man sich nicht fragen und wundern, warum man dann diese Situation, wie sie heute ist, auch 20, 30 Jahren später noch hat.

Ich denke, wir müssen mehr Frauen ermuntern sich zu trauen mitzumachen - in der Politik, in den MINT-Berufen. MINT-Berufe sind die Berufe aus dem technischen Bereich, wo es ja immer das Märchen gibt, Frauen seien nicht so begabt wie Männer. Wir können das, in dem wir sie als Vorbilder darstellen, in dem wir Filme zeigen, in denen erfolgreiche Frauen in diesen Berufen vorkommen. Ich glaube, das kann dann auch helfen und den jungen Frauen den notwendigen Schub verleihen mitzumachen.

[Verschiedene Nahaufnahmen von freudestrahlenden Frauen. In dafür vorgesehene Schatullen werden Münzen an einige Teilnehmerinnen überreicht.]

Das Bundesfinanzministerium hat auch einen Beitrag geleistet zu "100 Jahre Frauenwahlrecht". Wir haben hier heute einen schönen Festakt, aber es geht natürlich auch darum was bleibt. Diese Gedenkmünze "100 Jahre Frauenwahlrecht" ist vom Bundesfinanzministerium gemacht worden. Heute sind die ersten Exemplare an die Bundesfrauenministerinnen, die vor mir diese Aufgabe übernommen haben, schon übergeben worden und all diese Kraft, die heute hier im Raum ist, die ist Symbol und macht Mut für das, was noch vor uns liegt. Denn es ist viel geschafft, aber wir haben auch noch viel zu tun.

​[Die Familienministerin hat sich mit anderen Teilnehmerinnen zu einem Gruppenfoto vor einem rosafarbenen Aufsteller positioniert.]