Sommertour: Manuela Schwesig eröffnet Beratungsstelle zur Radikalisierungsprävention

[Impressionen von einer Moschee in Berlin-Neukölln.]

Manuela Schwesig: 

"Es gehen ungefähr 700 junge Leute im Jahr zu Salafisten. Auch ins Ausland, zum Beispiel nach Syrien. Wir sind teilweise entsetzt darüber, dass junge Frauen, junge Männer sich ansprechen lassen und dann eingefangen werden von diesen Radikalen, von diesen Extremisten. Und wir haben heute hier erfahren, dass wir ähnliche Tendenzen auch aus dem rechtsextremistischen Bereich kennen. Dass wir aber, wenn wir diese jungen Leute ansprechen, wenn wir sie ernst nehmen auch mit ihren Problemen, dass wir sie dann auch zurückgewinnen können. Und daran müssen wir glauben. Es nützt nichts erst los zu rennen, wenn die jungen Leute weg sind. Wenn sie sich einfangen lassen haben, wenn sie sich der extremistischen Szene, den Salafisten angeschlossen haben. Wir müssen vorher da sein."

[Manuela Schwesig im Gespräch mit Teilnehmern der Eröffnung.]

Manuela Schwesig:

"Ich finde es sehr gut, dass die Moschee sich hier öffnet und sagt: ‚Wir möchten ein solches Beratungsangebot bei uns hier in der Moschee ansiedeln. Hier sind die jungen Menschen, hier wird sowieso viel Jugendarbeit gemacht.‘ Wir werden mit diesem Projekt Erfahrungen sammeln und sicherlich gute Erfahrungen nutzen, dass weiter in ganz Deutschland zu tragen. Es ist im Sinne dieser Jugendlichen. Wir dürfen keinen Jugendlichen aufgeben. Auch nicht die Jugendlichen, die sich verrannt haben. Es ist aber auch im Sinne der Sicherheit von Deutschland, dass wir zusehen, dass junge Menschen sich nicht in die extremistische Szene verfangen."