Sommertour: Manuela Schwesig besucht Duisburger Projekt "Extremismus - nicht mit UNS"

[Impressionen vom Jugendtreff in Duisburg. Manuela Schwesig wird interviewt.] 

Manuela Schwesig:

"Es lohnt sich, sich um jeden einzelnen Jugendlichen zu bemühen. Es ist besser, wenn junge Leute hier im Jugendtreff untereinander sind, Beschäftigung haben, als wenn sie auf der Straße abhängen. Wir brauchen solche Projekte in allen Bundesländern. Deshalb fördert das neue Bundesprogramm „Demokratie leben“ seit Beginn dieses Jahres Projekte in allen Bundesländern. Aber wir haben hier die Möglichkeit in Nordrhein-Westfalen solche Vorzeigeprojekte besonders zu unterstützen. Und da bin ich auch dem Innenminister Ralf Jäger dankbar. Er ist nämlich ein Innenminister, der sagt: 'Ich will erst gar nicht so lange abwarten, bis die Jugendlichen auf die falsche Bahn kommen. Sondern ich will alles dafür tun, dass wir durch Jugendarbeit junge Leute in der Mitte unserer Gesellschaft halten, dass sie nicht abrutschen in Extremismus.'"

Jugendlicher:

"So eine Möglichkeit habe ich bis jetzt halt noch nicht gehabt, dass ich immer in meiner Freizeit hier hinkommen kann."

[Impressionen vom Jugendtreff. Im Bild auch Interviewpartner Ralf Jäger.]

Ralf Jäger:

"Jugendliche, die sich angenommen fühlen, die sich respektiert fühlen, die eine Perspektive haben, sind immun gegen Extremismus. Und wichtig ist, da sind wir beide einer Auffassung, neben der Repression gegen Extremisten, ist Prävention mindestens genauso wichtig. Wir wollen verhindern, dass Jugendliche in die Fänge von Extremisten geraten. Wenn man sie frühzeitig stark macht und selbstbewusst macht mit solchen Projekten, dann sind sie immun gegen solche Theorien."