Die Lohnlücke Teil 2

So wird die Lohnlücke geschlossen

In Deutschland liegt die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern bei 21 Prozent. Doch mit verschiedenen politischen Maßnahmen kann die Lohnlücke gemindert werden: Das geplante Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit bringt mehr Transparenz in die Gehälter, bei Familien sorgen beispielsweise ElterngeldPlus und Familienpflegezeit dafür, dass beide Eltern Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können. Ein Ausblick.

[Großaufnahme von einem jungen Mann und einer junge Frau, die über ihre Zukunft nachdenken und einen Entschluss fassen. Optimistische Gesichter.]

Sprecher:

Das sind Anna und Steffen. Beide haben ihren Schulabschluss in der Tasche. Jetzt suchen sie sich einen Beruf, der zu Ihnen passt. Anna interessiert sich für Mode. Sie überlegt, eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau zu machen. Steffen möchte Mechatroniker werden.

[Anna und Steffen werden in ihrem Berufsalltag gezeigt. Anna sortiert Kleidung in einem Modegeschäft, Steffen arbeitet in einem Betrieb. Schnitt zur ersten gemeinsamen Wohnung, das Paar umarmt sich glücklich.]

Sprecher:

Zu Beginn der Ausbildung verdienen beide ungefähr gleich viel. Nach der Lehre werden beide von ihren Arbeitgebern übernommen und ziehen zusammen. Anna mag ihren Beruf. Sie findet, dass ihre Tätigkeit fair bewertet und bezahlt wird.

[Grafik Lohngerechtigkeit]

Sprecher:

Ein Blick in die Zukunft: Anna hat vom geplanten Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit profitiert. Dank des Gesetzes wurden die Lohnstrukturen in ihrer Firma transparent gemacht. Das ungerechte Bonussystem wurde überarbeitet.

[Das Paar sitzt in der gemeinsamen Wohnung und lernt konzentriert. Sie blicken sich lächelnd an und beschließen, ein Kind zu bekommen. ]

Sprecher:

Anna und Steffen arbeiten gerne in ihren Berufen und erwerben sogar Zusatzqualifikationen. Sie büffeln auch noch nach ihrem Arbeitstag. Anna möchte zur Teamleiterin aufsteigen und Steffen träumt von einem Meistertitel. Es geht ihnen gut, beide wollen gerne eine Familie gründen.

[Schnitt auf das Paar mit dem neugeborenen Kind. Anna kümmert sich um das Kind. Dann Schnitt und Steffen wird zuhause mit dem Kind gezeigt, während Anna wieder in ihrem Laden arbeitet. Beide sind zufrieden.]

Sprecher:

Anna und Steffen bekommen ein kleines Mädchen – Mara – sie freuen sich riesig! Steffen schließt erfolgreich eine erste Fortbildung ab und wird zum Schichtleiter befördert. Anna bleibt sechs Monate zu Hause und bekommt Elterngeld. Danach steigt sie für 2 Monate in Vollzeit wieder ein. In dieser Zeit bleibt Steffen voll zu Hause und bezieht Elterngeld. Mara ist nun acht Monate alt. Anna geht in Teilzeit und Steffen reduziert seine Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche. Beide erhalten jetzt noch einmal für jeweils sechs Monate ElterngeldPlus.

[Man sieht das gemeinsame Familienleben der jungen Familie, ein harmonisches Bild.

Sprecher:

Danach abreiten Anna und Steffen beide für vier weitere Monate zwischen 25- und 30 Wochenstunden. Sie erhalten so den Partnerschaftsbonus. Durch das ElterngeldPlus können Anna und Steffen ihr Elterngeldbudget länger und besser ausschöpfen. Steffen freut sich über die gemeinsame Zeit mit Mara. Die junge Familie wächst zusammen. Anna und Steffen sind ein super Team, gemeinsam kümmern sie sich um Kind und Haushalt.

[Anna bringt das Kind in die Kita. Grafik zu KitaPlus.]

Sprecher:

Bald kommt die kleine Mara in eine Kita. Dort fühlt sie sich sehr wohl. Ihre Kita nimmt am Bundesprogramm KitaPlus teil, d.h. sie bietet auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten und sogar am Wochenende eine Betreuung an.

[Anna arbeitet am Computer, wirkt zufrieden. Als sie von der Arbeit kommt, begrüßt das Paar sich liebevoll. Das Telefon klingelt, schockierte Gesichter]

Sprecher:

Anna arbeitet nach dem Bezug von ElterngeldPlus mit 80% weiter. Dank der guten Kinderbetreuung kann Sie auch wieder im Schichtdient arbeiten. Bald steigt sie sogar zur Teamleiterin auf. Arbeit und Familie machen Anna und Steffen Spaß, auch mit der kleinen Mara und der Kita klappt alles super. Eines Tages aber klingelt das Telefon: die Schwiegermutter ist zum Pflegefall geworden.

[Grafik Familienpflegezeit]

Sprecher:

Durch den Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit können beide ihre Arbeitszeit reduzieren, um sich die Pflege zu teilen. Durch den Kündigungsschutz brauchen sie sich keine Sorge um ihren Job zu machen.

[Die Eltern bringen die Tochter gemeinsam zur Schule, bevor sie sich verabschieden und beide zur Arbeit gehen. Zufriedene Gesichter.]

Sprecher:

Nach 12 Monaten übernimmt ein Pflegedienst die Betreuung und Anna und Steffen können sich wieder mehr auf ihren Beruf und die Familie konzentrieren. Mara geht zur Schule, beide arbeiten nun wieder Vollzeit.

[Steffen arbeitet zuhause am Computer und kümmert sich um seinen Verein „Forum Pflege“. Dann ändert sich der Hintergrund und Steffen arbeitet wieder in seiner Firma und nicht mehr zuhause.]

Sprecher:

Steffen hat während der Pflegezeit eine Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige gegründet. Er reduziert seine Arbeitszeit, um ehrenamtlich für den Verein zu arbeiten. Nach zwei Jahren Aufbauarbeit übergibt er den Verein seinen Nachfolgern und steigt wieder in Vollzeit ein.

[Grafik Rückkehrrecht]

Sprecher:

Ein Blick in die Zukunft: Stefan profitiert vom geplanten Rückkehrrecht in die zuvor geleistete Arbeitszeit. Dank des neuen Gesetzes hat er das Recht, wieder in Vollzeit zu arbeiten.

[Das gealterte Paar steht gemeinsam in seiner Wohnung und umarmt sich. Ein Anruf von der Tochter, freudige Gesichter.]

Sprecher:

Beide freuen sich auf ihre Rente. Sie genießen die gemeinsame Zeit. Auch Mara hat gute Neuigkeiten für sie: Anna und Steffen werden Großeltern.