Safer Internet Day 2014: Manuela Schwesig zu Gast in einer Berliner Oberschule

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[Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig begrüßt Schülerinnen und Schüler während einer Unterrichtsstunde. Schnitt auf das Logo des "Safer Internet Day 2014". Manuela Schwesig im Gespräch mit einem Schüler. Fotografen schießen Fotos.]

Sprecher:

Hoher Besuch in der Friedensburg-Oberschule in Berlin: Anlässlich des zehnten Safer Internet Day besuchte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Schüler während einer Unterrichtsstunde im Fach Medienkompetenz.

[Im Bild zu sehen sind Schülerinnen und Schüler, die am Rechner sitzen, mit Tablets oder einem Smartphone hantieren. Schnitt auf das Klassenzimmer, in dem gerade unterrichtet wird. Ein Lehrer erklärt einer Schülerin etwas. Das nächste Bild zeigt Manuela Schwesig am Tisch sitzend, im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern.]

Sprecher:

Kommunizieren im Internet - das ist für viele Kinder und Jugendliche heute selbstverständlich. Dabei spielen insbesondere Smartphones eine wichtige Rolle. Ihre rasante Verbreitung und eine ständig wachsende Anzahl neuer Apps stellen Eltern und Lehrer vor immer neue Herausforderungen. Denn das Surfen im Netz, egal ob mobil oder mit dem Computer, birgt für die Jugendlichen Risiken. Das betrifft vor allem das Veröffentlichen sehr persönlicher Informationen, zum Beispiel in sozialen Netzwerken. Die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen sei unabdingbar, damit Medienerziehung in Familien, Kitas und Schulen gelänge, so Bundesfamilienministerin Schwesig.

[Schnitt auf Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.]

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig:

Das Internet gehört heute für die Kinder und Jugendlichen einfach dazu wie für uns Erwachsene auch. Wir leben in einer digitalen Welt, und das ist natürlich eine Riesen-Chance, aber es birgt auch Risiken. Und viele Eltern, auch ich als Mutter, frage mich natürlich, wieviel Chance ist da und wieviel Risiko ist da. Und deshalb ist es wichtig, dass es kindergerechte, jugendgerechte Seiten gibt. Es ist auch wichtig, dass Medienkompetenz in der Schule dazugehört wie Deutsch und Mathe, weil wir die Kinder stark machen müssen. Kinder müssen lernen, mit den Medien umzugehen, und auch zu erfahren: Welche Rechte haben sie? Aber wo können auch Gefahren sein?

[Schnitt auf das Klassenzimmer. Bilder von Schülerinnen und Schülern sind zu sehen, vor Laptops sitzend.]

Sprecher:

Neben dem richtigen Umgang mit ihren Daten im Internet sollen die Kinder und Jugendlichen auch für das Thema Cybermobbing sensibilisiert werden. So soll digitalen Übergriffen im Netz bestmöglich vorgebeugt werden.

[Schnitt auf Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.]

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig:

Es findet heute nicht nur Mobbing auf dem Schulhof statt, sondern auch teilweise im Netz. Und hier gehört zur zukünftigen Strategie, dass wir vor allem die Jugendlichen als Partner ins Boot holen. Dass wir Jugendliche fragen: Wie könnt Ihr als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn Eure Mitschülerinnen und Mitschüler gemobbt werden? Wie können wir hier Ansprechpartner, Ansprechstellen schaffen, damit wirklich Mobbing im Netz eine Ausnahme bleibt und dass wir schnell helfen können? Und da finde ich, sind die Jugendlichen, die viel besser unterwegs sind als wir im Internet, die richtigen Ansprechpartner und die richtigen Ratgeber. Und es ist mir wichtig, die Jugendlichen dabei zu beteiligen.