"JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Projektbesuch "Bahn frei für die Kunst" in Rastede

Das Mikroprojekt "Bahn frei für die Kunst" aus Rastede ist eines von 1330 Mikroprojekten, die durch das ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" gefördert werden. Kinder und Jugendliche aus Rastede haben eine graue Unterführung am Bahnhof neu gestaltet.

[An einem Bahnhof ist ein Ortsschild mit der Aufschrift Rastede zu erkennen.]

Derzeit sind die Wände grau und beschmiert.

Ich finde die Unterführung gerade ziemlich grau und trist - ist eben Beton.

Als man hier früher durchgelaufen ist, hat man sich so ein bisschen wie im Horrorfilm gefühlt oder im Thriller.

[Wir schreiten einen dunklen grauen Gang entlang. An den Wänden sind vereinzelt Graffitis zu sehen. Vor einer LED Leuchte ist ein Spinnennetz aufgespannt.]

Da hatten sich doch einige über den Zustand des Bahnhofs beklagt - insbesondere des Tunnels. Daraufhin haben wir mit dem Landkreis und der Kreisvolkshochschule Ammerland zusammen überlegt: "Da könnte man doch ein Mikroprojekt machen."

Das Ziel des Projektes ist einmal, einer Gruppe von Jugendlichen, die jetzt in den Sommerferien hier in Rastede nicht so viele Aktivitätsmöglichkeiten hat, die Möglichkeit zu bieten, sich in einem Projekt einzubringen und auszuleben. Und, dass am Ende die Ergebnisse von diesem Projekt der Öffentlichkeit präsentiert werden und auch auf Dauer Kunst im öffentlichen Raum bilden.

Also ich freue mich eigentlich, jedes Mal wieder herzukommen. Dass man etwas tun kann und einem nicht so langweilig in den Ferien ist.

Erst haben wir das auf einen Zettel geschrieben und Ideen gesammelt. Dann haben die beiden Künstler das ausgedruckt.

Zusammen haben wir uns über den Beamer ein paar Bilder anzeigen lassen und so abgestimmt, welche Bilder am besten aussehen oder am besten zu zeichnen gehen. 

[Zwei Jugendliche zeichnen konzentriert den Umriss einer Statue nach, der mithilfe eines Beamers auf einen Aufsteller geworfen wird.]

Wir können alle miteinander super kommunizieren. Teilweise wurde vielleicht auch mal auf Englisch gesprochen. Eigentlich ist es völlig egal, wo die Teilnehmer herkommen.

Besonders schön finde ich es, in den Augen der Jugendlichen den Stolz heute entdeckt zu haben, während der heutigen Eröffnungsfeier.

Ich habe das hier gemacht. Das soll eine Insel sein mit zwei Palmen und einer Hängematte dazwischen.

Das soll die Champs-Élysées sein. Vielleicht wusste ich einiges, aber ich habe trotzdem etwas Neues dazu gelernt.

Graffiti selbst kennt man so nur als Schmiererei und das ist schon klasse geworden, was sie hier gemacht haben.

[Vor bunt verzierten Wänden in der neu gestalteten Unterführung des Rasteder Bahnhofs machen ein paar Jugendliche Selfies.]

Sehr schön, super gezeichnet, schön farbenfroh. Also man fühlt sich hier echt wohl. Das ist wie so eine kleine Kunstausstellung.

Dieses Ergebnis, das ist für mich am Ende etwas, was mich umhaut, wo ich am Ende überrascht bin und immer wieder erstaunt, was man innerhalb von weniger Zeit mit einer großen Gruppe, wenn alle an einem Strang ziehen, erschaffen kann.

Aber jetzt fühle ich mich richtig wohl hier drin.