Mütter mit Migrationshintergrund sind "Stark im Beruf"

Mit dem Programm "Stark im Beruf" unterstützt das Bundesfamilienministerium Mütter mit Migrationshintergrund beim Berufseinstieg. Der Film begleitet Frauen im Programm bei ihrer Arbeit und macht die Potenziale für Unternehmen deutlich.

[Es erscheint ein Logo "Stark im Beruf". Darunter ist zu lesen: "Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein". Ein Mann spricht zur Kamera.]

Wir haben viele Frauen hier, die nicht mal einen Hauptschulabschluss haben, sondern teilweise nur 6-8 Jahre zur Schule gegangen sind.

[Man sieht Frauen, die gemeinsam lernen.]

Es ist bei jeder Frau eine andere Situation, ganz individuell und wir versuchen dann, gemeinsam hier in einem großen Team den Frauen beiseite zu stehen, und sie dann auf dem Arbeitsmarkt einen Schritt weiter zu bringen. Bei den Arbeitgebern kommt immer ein Bedenken zum Vorschein: Das sind natürlich die Kinder. Dass die Kinder nicht ausreichend betreut sind, dass die Kinder krank werden könnten, die Frauen zu unflexibel sind.

[Frau Bulut leitet ein Seminar. Es erscheint die Einblendung "80 Projekte Bundesweit". Die Frauen beteiligen sich am Unterricht. Ein Mädchen schaukelt. Der Schriftzug "370.000 Mütter wollen sofort wieder in einen Beruf einsteigen" erscheint. Ein Mädchen klettert und ihre Mutter sieht ihr dabei zu.]

Ich habe auch einen Termin bei Frau Bulut gehabt. Ich bin mit meiner Familie nach Deutschland gekommen, wegen des Kriegs in Syrien. Das Projekt war sehr gut für mich. Weil ich möchte auch lernen, was man braucht, um hier zu arbeiten.

Deshalb sucht man sich auch bestimmte Arbeitgeber, die Verständnis aufbringen und diese Möglichkeiten den Damen bieten.

[Frau Alchickh spricht zu Kindern. Die Einblendung "Rana Alchickh arbeitet wieder in einer Schule" erscheint. Eine Frau geht mit zwei jungen Mädchen und einem Hund spazieren. Man liest "65 Prozent der Teilnehmerinnen haben nach Stark im Beruf einen Erwerbsfokus".]

Ich heiße Dilek Bozkurt und hab versucht, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Aber ohne Ausbildung war das nicht der Fall, dass man einen vernünftigen Job mit einem vernünftigen Gehalt kriegen kann. Deshalb habe ich mich entschlossen, nochmal eine Ausbildung zu machen.

[Man liest "Dilek Bozkurt kam vom Jobcenter zu Stark im Beruf". Man sieht sie an ihrem derzeitigen Arbeitsplatz, einem Bürgerbüro.]

Nach der Ausbildung will ich auf jeden Fall beim Magistrat bleiben. Mir gefällt die Arbeit dort, und ich bin endlich mal da drin, wo ich mir eigentlich schon seit Jahren gewünscht hab zu arbeiten.

Die Arbeitgeber gewinnen dadurch wirklich sehr motivierte Frauen, die sich integrieren wollen, die für ihre Kinder, für ihr eigenes Leben eine Zukunft aufbauen möchten.

[Man sieht eine Szene aus dem Arbeitsalltag einer ehemaligen Teilnehmerin. Sie hat nun einen festen Arbeitsplatz in einer Pflegeeinrichtung und spricht zu einer älteren Frau.]

Guten Morgen, guten Tag! Wie geht's dir?

Na ja, nicht so besonders!

Warum!? - Wegen der Arthrose, die ich im Arm habe, und jetzt fängt das Knie an.

Du brauchst eine kleine Massage!

[Frau Ogbeide massiert der Frau die Schultern und geht mit ihr und ihrem Rollator einen Gang entlang.]

Frau Ogbeide ist spontan zu uns gekommen, weil sie hier im Wedding lebt, ihren Lebensmittelpunkt hat und hat einen Praktikumsplatz in der Pflege gesucht. Danach hat sich das halt entwickelt, weil wir mit der Schule sehr eng zusammen arbeiten, die sie ausgebildet hat, dass sie einen Arbeitsplatz gesucht hat, und wir haben ihr das ermöglicht, hier zu starten.

[Ein Arbeitgeber spricht in die Kamera.]

Stark im Beruf hilft uns Arbeitgebern, das Potential von Müttern mit Migrationshintergrund zu nutzen, um Probleme, die es bisweilen gibt in der Vermittlung, bei Sprache oder kulturellem Hintergrund, zu überwinden.

[Man sieht erneut das Logo "Stark im Beruf". Im Anschluss erscheint der Schriftzug "Das Programm "Stark im Beruf" wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert."]