Grußwort

Manuela Schwesig zum Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Bi-Feindlichkeit

Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Trans- und Bi-Feindlichkeit. Aus diesem Anlass sichert Bundesgleichstellungsministerin Manuela Schwesig all jenen ihre Unterstützung zu, die sich gegen Gewalt und Diskriminierung und für Gleichstellung und Gleichbehandlung einzusetzen.

[Manuela Schwesig zum Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Bi-Feindlichkeit.]

Manuela Schwesig:

Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo- und Transfeindlichkeit – der IDAHO. Es ist ein guter Tag, denn am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus dem internationalen Katalog der Krankheiten gestrichen. 17 und 5 – diese beiden Zahlen erinnern aber auch an den Paragraphen 175 des Strafgesetzbuchs, der einvernehmliche, homosexuelle Handlungen unter Strafe gestellt hat.
Von heute aus wirkt das absurd und weit weg, aber die Verurteilungen seit 1945 sind bis heute rechtskräftig. 5.000 Betroffenen leben noch und sind vorbestraft. Im März hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Aufhebung dieser Urteile beschlossen. Die noch lebenden Opfer sollen rehabilitiert und entschädigt werden. Endlich!

Aber auch heute erleben lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt. Der IDAHO erinnert daran. Jeder Mensch muss die eigenen sexuelle Orientierung, die eigene geschlechtliche Identität leben und zeigen können. Alle, die an diesem Tag Aktionen machen oder auf die Straße gehen für Vielfalt, gegen Diskriminierung, für Gleichstellung und Gleichbehandlung haben meine Unterstützung.