Schutz von Prostituierten

Manuela Schwesig informiert sich

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[Zu sehen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in der Beratungsstelle OPERA für Prostituierte in Nürnberg an. Schnitt auf Manuela Schwesig.]

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig:

Diese Beratungsstelle zeigt, dass wir Beratung für Prostituierte brauchen, für ihre Sexarbeit. Aber vielleicht auch für Prostituierte die sagen "ich will aussteigen, ich will einen anderen Beruf machen". Diese Beratung ist das A und O. Jede Pommesbude hat mehr Vorschriften als ein Bordell. Und deshalb ist es wichtig zukünftig zu Regeln zu kommen. Deshalb bin ich auch unterwegs, mich mit der Praxis auszutauschen. Die Regeln sollen am Ende dem Schutz der Frauen dienen, aber wenn wir die Frauen schützen und es behandeln wollen wie andere Gewerbe, dann muss es auch sozusagen Anmeldemöglichkeiten geben. Und wie wir das ausgestalten, das wird sich noch im weiteren Prozess zeigen.

[Schnitt auf eine Mitarbeiterin des Projekts OPERA.]

Mitarbeiterin des Projekts OPERA:

Im Grunde genommen deckt OPERA den Bereich ab, sich zu qualifizieren und sich zu orientieren um dann an den allgemeinen Bildungsangeboten und Fortbildungsangeboten teilnehmen zu können. Also es ist die Vorstufe. Es ist nicht der Ansatz eine Umschulung anzubieten, oder eine neue Berufsausbildung anzubieten, sondern dort hin zu führen und die Voraussetzungen zu schaffen in diesem Bereich auch Fuß fassen zu können und auch die Hemmung zu nehmen dorthin zu gehen.

[Schnitt auf Manuela Schwesig.]

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig:

Ich möchte nicht die Frauen in irgendeine Ecke stellen, sondern ich möchte die Frauen aus ihrer Tabu-Ecke herausholen und sie unterstützen und schützen.