Equal Pay Day 2018

Lohngerechtigkeit jetzt!

Mit seiner jährlichen Aktion zum Equal Pay Day warb der Deutsche Gewerkschaftsbund gemeinsam mit Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey für eine gerechte Bezahlung von Frauen und Männern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt die Lohnlücke nach wie vor bei 21 Prozent.

[Es erscheinen die Einblendungen "Equal Pay Day 2018", "Frauen arbeiten 77 Tage umsonst", "Die Lohnlücke beträgt 21 Prozent" und "Lohngerechtigkeit jetzt!". Die Bundesfrauenministerin und der Arbeitsminister stehen zusammen mit vielen anderen Engagierten vor dem Brandenburger Tor. Es ist eine große "21 %" aus Eis zu sehen.]

Ich bin immer wieder erschüttert darüber, dass wir überhaupt solche Tage wie hier feiern müssen und Aktionsfahnen hissen und darauf hinweisen müssen, dass in Deutschland im 21. Jahrhundert immer noch nicht Frauen genauso bezahlt werden wie Männer. Das kann nicht sein! Und uns dafür stark zu machen und hier zu sein am Brandenburger Tor mit ganz vielen, die sich seit Jahren dafür einsetzen und engagieren, ist mir ganz, ganz wichtig.

[Viele Menschen haben Plakate mitgebracht, so beispielsweise das Plakat "Recht auf Mehr!"]

Die 21 steht dafür, dass wir damit zum Ausdruck bringen, dass Frauen in diesem Land 21% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Die Grundlage für diese Zahl sind die Daten, die wir vom Statistischen Bundesamt haben. Es sind also keine Zahlen, die wir als Gewerkschaft in die Welt gesetzt haben.

[Herr Hoffmann bringt die Eisskulptur mit Hilfe eines Flammenwerfers zum Schmelzen. Auf einem Plakat steht "Frauen verdienen 100%!"]

Für uns ist ja ganz entscheidend, dass das Entgelttransparenzgesetz erlassen worden ist. Es ist in Kraft getreten und es gilt. Aber viele wissen noch gar nicht, dass es das gibt und kennen vielleicht ihre Rechte nicht so genau. Es geht jetzt also darum, dass dieses Gesetz gut umgesetzt wird, dass geschaut wird: wie können Frauen beraten werden, wie können sie in ihren Rechten gestärkt und unterstützt werden und wie können Unternehmen – wenn sie sich nicht daran halten – in die Pflicht genommen werden?

[Frau Giffey unterhält sich mit Herrn Hoffmann und Herrn Heil. Es werden Fotos geschossen. Herr Heil spricht.]

Das erste Gesetz, das ich vorlegen werde, wird das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit sein. Das hilft ganz konkret den Frauen, die das wollen, vollzeitig arbeiten zu können und auch den Männern, die das wollen. Und vor allen Dingen eine sichere Rente zu bekommen, Rentenanwartschaften, die Vermeidung von Altersarmut. Das ist das, was wir uns in der Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben haben.

[Ein Mann macht sich mit einem Eispickel an der Eisskulptur zu schaffen. Eine weitere Person sägt an der Skulptur.]

Wir haben alle Schwestern, Mütter, Freundinnen, die genauso hart arbeiten wie wir, nur kriegen sie unterm Strich weniger. Das geht einfach gar nicht!

Es geht darum: Ich mache den gleichen Job, die gleiche Arbeit und nur weil ich eine Frau bin verdiene ich weniger. Das ist ungerecht. Und dafür stehe ich und kämpfe ich - bis es wirklich klappt!

[Eine Frau versucht, die 21 mit einem Bohrer zu zerstören. Es erscheint die Einblendung "Weitere Informationen www.bmfsfj.de/Lohngerechtigkeit".]