Kurzfilm des Helene Weber-Kollegs: FRAUEN MACHT POLITIK

[Gezeigt werden verschiedene Paar Herrenschuhe zu einer heiteren Musik. Die Frage '...fehlt was?' wird eingeblendet. Es folgen Archivbilder von Männern aus der Politik. Eine neue Frage wird eingeblendet: 'Sie denken, Frauen sind in der Politik angekommen?' - 'Nur 10 Prozent der Rathäuser werden von Bürgermeisterinnen geführt. Auf neun Bürgermeister kommt eine Bürgermeisterin. Je kleiner die Stadt, je ländlicher die Region, desto weniger Frauen in der Politik.' Es folgen Interviews mit Frauen aus der Kommunalpolitik.]

Sylvie Nantcha:

"Ich wurde von einer Frau aus meiner Partei gefragt, ob ich mir vorstellen kann, mich kommunalpolitisch einzusetzen und nach einer Bedenkzeit habe ich mir gedacht - warum nicht? Ich bin dabei!"

Kirsten Fründt:

"Kommunalpolitik ist das, was vor Ort jeden betrifft."

Dorothea Maisch:

"Wir haben Themen, die uns Frauen vor Ort bewegen. Und das sind nicht nur die typischen Frauenthemen Kinderbetreuung oder Pflege. Es sind auch die Wirtschaftsthemen."

Ursula Nonnemacher:

"Kommunalpolitik ist ausgesprochen vielfältig, fast alle Politikfelder tauchen in der Kommune wieder auf. Der Baum vor meiner Tür, der Laden, in dem ich einkaufen gehe, die Kita, in die mein Kind geht, die Schule, in die es vielleicht eingeschult wird - das sind Dinge aus dem alltäglichen Lebensumfeld und da macht es auch Spaß zu gestalten."

Kirsten Fründt:

"Als ich gewählt wurde, sagte meine Kollegin aus dem Nachbarlandkreis Gießen: Das ist ja so schön, jetzt hat sich die Frauenquote bei den Landräten um 100 Prozent verdoppelt."

Cécile Bonnet:

"Ich wollte nicht nur diejenige sein, die auf Probleme hinweist. Ich wollte diejenige sein, die dazu beiträgt, die Probleme zu lösen."

[Schnitt auf einen Herren.]

Ulli Paetzel:

"Ich glaube, wir brauchen in der Kommunalpolitik neue Impulse, neue Blickrichtungen. Und das geht nur, wenn Männer und Frauen das gemeinsam tun. Wenn wir die beruflichen und persönlichen Erfahrungen von Frauen viel stärker in Kommunalpolitik einbinden."

[Schnitt zurück auf die Frauen.]

Katja Wolf:

"Wenn es die Frauen nicht selber machen, dann machen es die Männer für sie."

Sylvie Nantcha:

"Viele Frauen trauen sich gar nicht, den Schritt zu machen, weil sie denken, sie sind nicht kompetent, sie haben keine Zeit, sie haben kleine Kinder. Ich hatte die gleichen Bedenken. Man springt einfach ins kalte Wasser, man bekommt Unterstützung. Man kann viel bewegen für uns, für unsere Kinder, für die Zukunft."

Dorothea Maisch:

"Wir haben ein deutschlandweites überparteiliches Netzwerk gegründet, das Helene-Weber-Kolleg, um mehr Frauen für die Politik zu begeistern."

Ursula Nonnemacher:

"Ich möchte sagen, habt Mut, ihr werdet erleben, dass ihr es könnt."

Katja Wolf:

"Es ist schlicht der Punkt, dass es Spaß macht Verantwortung zu übernehmen, dass es Spaß macht, selbst Entscheidungen treffen zu können."

Cécile Bonnet:

"Seien Sie die Kraft, die Ihre Kommune braucht!"