Deutsch-Französischer Tag Juliane Seifert: "Ein Hoch auf die deutsch-französische Freundschaft"

Aus Feinden sollten Freunde werden - das war das Ziel des Élysée-Vertrags, den Konrad Adenauer und Charles de Gaulle am 22. Januar vor 58 Jahren unterzeichneten. Zum Tag der deutsch-französischen Freundschaft erinnert Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, an die Zusammenarbeit der beiden Länder und den Vertrag von Aachen. "Der europäische Gedanke ist dann lebendig, wenn er von den Bürgerinnen und Bürgern getragen und mit Leben gefüllt wird", betonte Juliane Seifert.

[Die Staatssekretärin des Bundesfamilienministeriums Juliane Seifert steht vor einer blauen Pressewand. Links von ihr ist ein Aufsteller des Deutsch-Französischen Bürgerfonds. Darauf zu sehen ist neben dem Logo eine Grafik, welche unterschiedliche Menschen auf den Grundrissen der beiden Nachbarländer Deutschland und Frankreich abbildet. Zu lesen sind die Worte „Gemeinsam gestalten“. Frau Seifert spricht in die Kamera.]

Juliane Seifert

Bonjour, liebe Freundinnen und Freunde, wie Sie, wie ihr alle wisst, ist heute der 22. Januar. Und am 22. Januar vor 58 Jahren wurde der Élysée-Vertrag unterzeichnet zwischen Deutschland und Frankreich. Und der Élysée-Vertrag ist immer noch die Basis für die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern und auch für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Und weil seine Bedeutung eigentlich gar nicht überschätzt werden kann, feiern wir heute, am 22. Januar, den Tag der Deutsch- Französischen Freundschaft, den Deutsch-Französischen Tag. Heute vor zwei Jahren wiederum – also 56 Jahre nach der Unterzeichnung vom Élysée-Vertrag – wurde der Aachener Vertrag unterzeichnet, der nochmal ganz aktuell die Deutsch-Französische Freundschaft bekräftigen soll und die Zusammenarbeit nochmal verbessern soll. Wir sind hier nicht nur das Familienministerium, sondern wir sind auch das Engagement-Ministerium. Deswegen haben wir uns besonders gefreut, dass ein Element des Aachener Vertrags der Deutsch-Französische Bürgerfonds war. Denn wir wollen in beiden Ländern wissen – wir in Deutschland, in Frankreich wie auch überall sonst auf der Welt –, wie wichtig das Engagement der vielen Millionen Menschen für die Gesellschaft und für den Zusammenhalt ist. Und das wollen wir natürlich auch grenzüberschreitend machen. Wir haben im letzten Jahr gesehen, was es bedeutet für die beiden Länder, wenn Grenzen zeitweise geschlossen sind, was ja während der ersten Phase der Corona-Pandemie der Fall war, und was uns da auch fehlt. Deswegen haben wir vor einem knappen Jahr im April den Deutsch-Französischen Bürgerfonds gestartet – in schwierigen Zeiten, in Pandemie-Zeiten. Aber wir haben auch da gesehen, wie viele Anträge es schon gab, wie viele konkrete Ideen zur Zusammenarbeit, was gemeinsam auf die Beine zu stellen, von Initiativen, von Vereinen und von Städtepartnerschaften. Was die verschiedenen Projekte des Bürgerfonds zeigen, ist, dass Europa, dass die Deutsch-Französische Freundschaft und Zusammenarbeit nicht auf politischen Gipfeln geschmiedet wird; nicht nur zwischen den Präsidenten, Kanzlerinnen, Kanzlern, Ministerinnen und Ministern. Sondern die Deutsch-Französische Freundschaft, die Deutsch-Französische Zusammenarbeit, ist dann lebendig – und auch der europäische Gedanke ist dann lebendig –, wenn er von den Bürgerinnen und Bürgern getragen und mit Leben gefüllt wird. Deswegen ist uns der Bürgerfonds so wichtig und auch viele vergleichbare Projekte. Weil er sich eben ganz konkret für die Zusammenarbeit in Europa einsetzt. Deswegen heute ein Hoch auf die Deutsch-Französische Freundschaft und Au revoir!