Besuch im Mehrgenerationenhaus Nuthetal

Gleichwertige Lebensverhältnisse für eine gerechte Gesellschaft

Den Start der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey zum Anlass genommen, am 26. September das Mehrgenerationenhaus in Nuthetal zu besuchen und sich vor Ort mit ehrenamtlich Engagierten auszutauschen.

[Während des gesamten Beitrags ist Franziska Giffey in verschiedenen Einstellungen bei ihrem Besuch im Mehrgenerationenhaus in Nuthetal zu beobachten. Sie diskutiert in Sitzkreisen mit Engagierten und Wohnenden. Eindrücke des Lebens in der Wohneinrichtung werden einerseits durch Einstellungen des gemütlichen Außen- und Innenbereichs verständlich gemacht. Außerdem werden Senior_innen gezeigt, die Boccia spielen und an einer Musikstunde teilnehmen.]   

Ich finde es sehr sinnvoll, wenn auch die Bundesregierung vor Ort präsent ist und mit Praktikern redet und fragt „was braucht ihr eigentlich, damit ihr hier gute Arbeit machen könnt?“. Daran sollten wir unsere Politik ausrichten.

Die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ ist ja auf Beschluss der Bundesregierung ins Leben gerufen. Es geht darum, dass alle Ressourcen mit einbezogen sind, dass auch die Länder und Kommunalvertreter dort einbezogen sind und dass eben die politisch Verantwortlichen darüber beraten sollen und auch konkrete Maßnahmen erarbeiten sollen, wie man gleichwertige Lebensverhältnisse überall in Deutschland schaffen kann.

Das ist das Thema demographischer Wandel, das ist die Frage „Wie kümmern wir uns eigentlich um die Schwächsten in unserer Gesellschaft, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Am Anfang des Lebens, bei den Kindern, bei den Jugendlichen, aber auch am Ende des Lebens, wenn ältere Menschen eben Pflege brauchen. Das Bundesfamilienministerium verantwortet die Arbeitsgruppe „Teilhabe und Zusammenhalt“, da geht es natürlich auch um Engagementförderung in Deutschland, um Demokratieförderung und um Demokratiebildung. Wenn wir wollen, dass es gleichwertige Lebensverhältnisse gibt, dann braucht es immer auch Menschen, die dafür sorgen, die sich darum kümmern und die müssen unterstützt werden. Und das ist eine Aufgabe, die betrifft Ost wie West und trotzdem, wenn man sich ansieht, wie gerade auch die Ehrenamtstrukturen im Osten aufgestellt sind, da könnte schon noch mehr gemacht werden und ich finde wichtig, dass die Interessen, der ostdeutschen Bundesländer auch gleichermaßen berücksichtigt werden.