Internationaler Frauentag in der französischen Botschaft

Gleichstellung national und international voranbringen

Den Internationalen Frauentag am 8. März hat Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley zusammen mit der Botschafterin Frankreichs, Anne-Marie Descôtes, und mit vielen Mitstreiterinnen der Frauen- und Gleichstellungspolitik in der französischen Botschaft in Berlin gefeiert. Die Bundesfrauenministerin betonte, dass Frankreich und Deutschland in Sachen Gleichstellungspolitik viel voneinander lernen können.

[Man sieht die französische Botschaft von außen. Es erscheinen die Einblendungen "Internationaler Frauentag 2018", "Empfang in der französischen Botschaft", "schon viel erreicht - noch viel zu tun" und "Gleichstellung gemeinsam voranbringen". Frau Barley spricht zur Kamera.]

Dr. Katarina Barley

Wir haben die Ehre, heute den Internationalen Frauentag in der französischen Botschaft zu feiern. Frankreich und Deutschland haben beide ähnliche Ziele, nämlich, dass wir die Gleichstellung von Männern und Frauen voranbringen wollen. Frankreich ist uns da in manchen Punkten voraus, in anderen Punkten haben wir auch schon weitere Schritte ergriffen. Aber man kann immer weiter voneinander lernen.

[Die Ministerin und Anne-Marie Descôtes geben sich die Hand. Man sieht ein Foto von Macron.]

Anne-Marie Descôtes

Die Gleichstellung ist tatsächlich für Staatspräsident Macron eine erstrangige Aufgabe, eine „grande cause nationale“. Das bedeutet, dass wir ein sehr wirksames Vorgehen in diesem Bereich zeigen wollen und ganz besonders im Bereich des Kampfes gegen die Gewalt, die Frauen betrifft.

[Frau Anne-Marie Descôtes hält eine Rede. Auch die Ministerin spricht zu den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung.]

Roland Hertel

Auf internationaler Ebene müsste die Gleichstellung gerade von uns Männern forciert werden und in allen Gremien und Veranstaltungen muss auf die Gleichstellung hingewiesen werden und muss auch die Rolle der Frau auf ein normales, gesundes Maß, auf Gleichstellung gehoben werden. 

Minh-Khai Phan-Ti

Also international, glaube ich, dass das große Schlüsselwort die Bildung ist. Ich bin ja viel in Afrika und Asien unterwegs. Da leiden ganz viele Mädchen darunter, dass sie nicht dieselbe Bildung bekommen wie die Jungs. Bildung ist immer der Schlüssel aus der Armut.

[Besucherinnen der Veranstaltung unterhalten sich.]

Manuel Bougeard

Ich glaube, dass es um einen richtigen Kulturwandel geht und die Mentalitäten sich total verändern müssen und das geht nur, wenn Männer und Frauen gleichzeitig handeln, sprich: Natürlich müssen die Aufgaben im Haushalt gerecht geteilt werden. Darüber hinaus in der Arbeitswelt heißt das auch, dass die Männer auch früher gehen können, damit sie sie auch Zeit mit ihrer Familie verbringen können und wenn das alle gleichzeitig machen, dann gibt es etwas Neues in unserer Gesellschaft.

[Die Ministerin und Frau Descôtes unterhalten sich mit verschiedenen Besucherinnen. Eine Frau schießt mit ihrem Smartphone ein Foto.]

Kristin Meyer

Die Politik bietet uns ja die Rahmenbedingungen. Das heißt, sie kann uns Gesetze geben, sie kann uns Impulse geben, sie kann Institutionen fördern, sie kann Dialog fördern. Den Rest, finde ich, müssen wir machen – die Zivilgesellschaft.

[Die französische und die Europaflagge wehen im Wind vor der französischen Botschaft. Es erscheint der Text "weitere Informationen www.bmfsfj.de".]