Pressestatement in Chemnitz

Gemeinsam stark für ein tolerantes und weltoffenes Chemnitz

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat sich in Chemnitz klar für das Ziel einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft ausgesprochen. Sie dankte dabei den vielen Engagierten, die sich täglich vor Ort mit vollem Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen und kündigte an, Bundesprogramme wie "Demokratie leben!" weiter zu stärken.

[Die Ministerin Dr. Franziska Giffey spricht zur Presse.]

Meine Damen und Herren, danke für Ihr Interesse, dass Sie da sind. Ich bin heute hier als Bundesfamilienministerin, aber auch in Vertretung der Bundesregierung. Ich habe einen Anfang des Tages gehabt am Tatort. Ich habe Blumen niedergelegt und ich möchte vor allen Dingen auch an diejenigen erinnern, die jetzt im Schmerz sind für den Verstorbenen, aber auch für die, die verletzt worden sind. Und es ist ein zutiefst emotionales Erlebnis auch für mich gewesen, dort am Tatort zu sein. Und ich finde es wichtig, dass die Bundesregierung und dass auch ich als Familienministerin heute hier sein kann. Ich habe mit den Menschen gesprochen, die mit uns schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten und die sich hier in Chemnitz für Demokratie engagieren, die sich für ein tolerantes und weltoffenes Chemnitz einsetzen und die sich im Rahmen unseres Bundesprogramms "Demokratie leben!" mit Menschen zusammen engagieren, die Dialoge organisieren, die an Schulen unterwegs sind, Beratungen machen, Jugendarbeit, die Projektförderungen umsetzen, die tatsächlich vor Ort dazu beitragen, dass Demokratie gelebt wird, dass politische Bildung vorangebracht wird und es ist ganz deutlich geworden: Es hilft nichts, wir müssen das Miteinander-Reden stärker organisieren, wir müssen politische Bildung auch voranbringen und es ist wichtig, dass wir denen den Rücken stärken, die das tun – seit vielen, vielen Jahren. Und deshalb ist es auch mir ein großes Anliegen gewesen – und die Menschen, die mit uns zusammenarbeiten sind hier auch heute.

[Die Ministerin zeigt auf die engagierten Menschen, die rechts und links neben ihr stehen. Währenddessen fährt Dr. Franziska Giffey fort.]

Wir stehen zusammen dafür, dass Chemnitz und Sachsen mehr ist als "Brauner Mob" und dafür, dass wir nicht aus dem Blick verlieren, was in Ostdeutschland wichtig und nötig ist und dass wir auch wertschätzen und anerkennen, was Menschen in Ostdeutschland tun und getan haben, was sie geleistet haben und dass wir denen Kraft und Stärkung geben, die sich engagieren und einbringen und für einen anderen gesellschaftlichen Zusammenhalt stehen. Und deshalb werden wir auch, ich habe das heute angeboten, noch stärker als bisher hier mit unserem Programm "Demokratie leben!" mit konkreter Unterstützung der Zivilgesellschaft, der ehrenamtlichen Arbeit, der politischen Bildung, auch wenn alle Kameras weg sind und wenn die Situation wieder etwas ruhiger wird, dann ist die Frage, was dann kommt. Und es geht um die nachhaltige Arbeit. Wir vom Bund werden hier auch nochmal stärker unterstützen.