Zehn Jahre Internationaler Jugendfreiwilligendienst Gemeinsam grenzenlos engagiert

Am 17. Juni feiert der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) sein zehnjähriges Bestehen. Der IJFD des Bundesfamilienministeriums bietet jungen Engagierten die Möglichkeit, einen sechs bis 18 Monate langen Dienst im Ausland zu leisten. In ihrem Grußwort dankt Bundesjugendministerin Christine Lambrecht den jungen Menschen, die sich im Ausland für andere, die Umwelt oder den Frieden engagieren: "Ihr Engagement ist die Grundlage für den Erfolg dieses Auslandsfreiwilligendienstes und dafür danke ich ihnen ganz herzlich."

[Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Christine Lambrecht, steht vor einer blauen Pressewand und spricht in die Kamera. Links neben ihr sieht man die Europa- sowie die Deutschlandflagge.]


Christine Lambrecht

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freiwillige! Heute begehen wir ein großartiges Jubiläum: 10 Jahre Internationaler Jugendfreiwilligendienst. 10 Jahre, in denen sich viele Tausend junger Menschen auf den Weg gemacht haben, um sich im Ausland für andere Menschen, Umwelt oder Frieden zu engagieren. Ob Grundschule in Valencia, Altenheim in Melbourne oder Jugendklub in Buenos Aires: an unzähligen Orten haben Sie als Freiwillige Einsatz gezeigt. Sie haben gebaut, gespielt, betreut oder Freude geschenkt durch die Zeit, die Sie aufgebracht haben. Ihr Engagement ist die Grundlage für den Erfolg dieses Auslandsfreiwilligendienstes. Und dafür danke ich Ihnen ganz herzlich. Unterstützt werden Sie dabei von den 130 Trägerorganisationen, die den Internationalen Jugendfreiwilligendienst möglich machen. Sie sind für die Freiwilligen da: vor, während und nach ihrem Einsatz. Das ist eine große Leistung, vielen Dank. Und natürlich möchte ich auch den Beschäftigten im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben danken, genauso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den zentralen Stellen für Qualitätssicherung. Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eigentlich sind wir es gewohnt, jederzeit überall hinreisen zu können. Eigentlich spielen Grenzen in unserem Alltag keine große Rolle mehr, in Europa schon gar nicht. Bis zur Corona-Krise. Plötzlich hat die Pandemie Europa und der Welt wieder Grenzen gesetzt. Auch Ihnen, den Freiwilligen. Von heute auf morgen konnten viele von Ihnen nicht mehr in ihr Zielland einreisen. Viele Orte wurden zu Risikogebieten erklärt. Träume sind geplatzt oder mussten verschoben werden. Aber nicht nur für Freiwillige und Einsatzstellen war die Situation schwierig. Mit dem Einbruch der freiwilligen Zahlen gerieten auch die Träger in schweres Fahrwasser. Und deshalb haben wir im Bundesfamilienministerium schnell gehandelt. Gemeinsam mit den Trägern und dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben haben wir flexible Lösungen gefunden und dafür gesorgt, dass die Förderung weiterlaufen konnte - und Strukturen erhalten blieben. So konnten über 1.500 junge Menschen im letzten Jahr in 50 Ländern ihren Traum vom Auslandsfreiwilligendienst verwirklichen. Und wir haben guten Grund, optimistisch nach vorne zu blicken: In vielen Ländern gehen die Infektionszahlen zurück. Ich drücke uns die Daumen, dass der Internationale Jugendfreiwilligendienst bald wieder so zuverlässig junge Menschen in alle Länder der Welt bringt, wie wir es vor der Krise gewohnt waren. Dass die Grenzen, die die Pandemie Ihnen gesetzt hat, bald der Vergangenheit angehören. Dass Sie sich, liebe Freiwilligen und liebe Vertreterinnen und Vertreter der Trägerorganisationen, wieder gemeinsam grenzenlos engagieren können. Wir im Bundesfamilienministerium stehen dabei weiter an Ihrer Seite. Und für heute wünsche ich Ihnen eine anregende Veranstaltung und einen guten Austausch über Ihre spannenden Erfahrungen aus 10 Jahren Internationaler Jugendfreiwilligendienst. Ihre Christine Lambrecht.