Internationaler Frauentag

Gemeinsam für gleiche Chancen von Frauen und Männern

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2018 erinnert Katarina Barley daran, dass sich Frauen vor 100 Jahren das Wahlrecht erkämpft haben. Die Bundesfrauenministerin betont weiterhin, dass Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist. Denn auch dort, wo Frauen gleiche Rechte haben, haben sie im Ergebnis oft nicht die gleichen Chancen. Daher müssen wir uns gemeinsam weiter für gleiche Chancen von Frauen und Männern einsetzen!

[Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley steht vor einer blauen Pressewand und spricht zur Kamera. Das Kamera-Setup mit Frau Barley ist zu sehen. Die Einblendung "Internationaler Frauentag" erscheint.]

Als der Internationale Frauentag 1911 zum ersten Mal in Deutschland gefeiert wurde, hatte er ein klares Ziel: das Wahlrecht für Frauen. Es gab Veranstaltungen, Demonstrationen, viele kreative Aktionen, und im November 1918 war es soweit: Die Frauen hatten sich das Wahlrecht erkämpft. Wir feiern in diesem Jahr 100 Jahre Frauenwahlrecht! 

[Die Einblendung "100 Jahre Frauenwahlrecht" erscheint.]

Heute ist es für uns selbstverständlich, dass Frauen wählen und gewählt werden können. Aber 100 Jahre sind keine lange Zeit. Auch 1918 haben Frauen gearbeitet und Verantwortung übernommen. Aber das Wahlrecht hatten sie nicht. Diese Ungerechtigkeit ist erst ein einziges langes Frauenleben her. Seitdem haben sich Frauen viele Rechte erstritten: in der Arbeitswelt und der Gesellschaft, in Ehe und Familie. Es war auch 1918 nicht nur das Frauenwahlrecht. Damals wurden überhaupt erstmals in Deutschland Grundrechte in der Verfassung garantiert. Frauenrechte sind Menschenrechte.

[Man sieht die Einblendung "Frauenrechte sind Menschenrechte".]

Es geht aber nicht nur vorwärts. Zum Beispiel ist der Frauenanteil im Deutschen Bundestag nach der letzten Wahl drastisch gesunken.

[Die Einblendung "Gleiche Rechte" ist zu sehen.]

Gleiche Rechte von Frauen und Männern sind eine Errungenschaft, die wir verteidigen müssen. So wie wir die Demokratie verteidigen müssen. Außerdem ist Gleichstellung noch lange nicht erreicht. Auch dort, wo Frauen gleiche Rechte haben, haben sie im Ergebnis oft nicht die gleichen Chancen.

["Gleiche Chancen" wird eingeblendet.]

Weil Macht ungleich verteilt ist. Und wer Macht hat, gibt sie selten freiwillig ab. Freundlichkeit und Fleiß reichen nicht aus, um Gleichstellung zu erreichen. Wir müssen schon dafür kämpfen. Wir wollen mit dem Koalitionsvertrag die Frauen besser vor Gewalt schützen, indem wir endlich die Frauenhäuser und ambulanten Hilfsangebote von Bundesseite absichern. Wenn wir den Koalitionsvertrag umsetzen können, werden wir auch ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit schaffen.

[Die Einblendung "Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit" erscheint.]

Die meisten Beschäftigten in Teilzeit sind Frauen. Wir stärken außerdem die sozialen Berufe, zum Beispiel die tarifliche Bezahlung in der Altenpflege.

[Man sieht die Einblendung "Soziale Berufe".]

Die meisten Beschäftigten in Sozial- und Pflegeberufen sind Frauen. Gleichstellung ist noch lange nicht erreicht. Es gibt noch viel zu tun.

[Der Schriftzug "Es gibt noch viel zu tun" erscheint.]

Wir arbeiten daran - zusammen mit vielen Frauen und Männern, Politik und Zivilgesellschaft, in Deutschland und auf der ganzen Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Internationalen Frauentag!

[Es erscheint "Alles Gute zum Frauentag" und "mehr auf bmfsfj.de"]