Bundesstiftung Frühe Hilfen

Frühe Hilfen für Familien in schwierigen Lebenslagen

Solange Kinder geboren werden, wird es Eltern geben, die Unterstützung brauchen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 22. Juni die Arbeit der Bundesstiftung Frühe Hilfen im Mutter-Kind-Zentrum des Vivantes Klinikums Neukölln vorgestellt. Dort übernehmen Berliner Babylotsinnen und -lotsen die wichtige Aufgabe, Familien in schwierigen Lebenslagen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mit einem jährlichen Budget von 51 Millionen Euro fördert die Bundesstiftung Angebote des präventiven Kinderschutzes.

[Eine Mutter spricht mit ihrem Kind. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey lächelt. Es erscheinen die Einblendungen "Bundesstiftung Frühe Hilfen", "Jährlich 51 Mio. Euro zur Unterstützung von Familien und Kindern", "Niedrigschwellige Hilfe für einen guten Start ins Leben", "Damit es jedes Kind packt".]

Jasmin Lösche

Babylotsen beraten, unterstützen und informieren Familien, die eventuell Unterstützungsbedarf haben. Es wird ein Anhaltsbogen erhoben, der psychosoziale Risikofaktoren erfasst.

[Jasmin Lösche kommt mit einem Kind im Arm den Gang entlang.]

Juliane Wittekop

Ist die Mutter oder die Familie alleinerziehend? Wie viele Kinder hat sie? Wie viele Kinder unter 5 Jahren, also wieviel Kleinstkinder? Gab es eine Frühgeburt? Hat das Kind eine Behinderung oder eine schwere Erkrankung? Wie viele Vorsorgen in der Schwangerschaft hat sie wahrgenommen? Hat sie sie frühzeitig wahrgenommen oder erst spät erkannt, die Schwangerschaft? Raucht die Familie oder die Mutter? Gibt es häusliche Gewalt? Gibt es wirtschaftliche, soziale Belastungen?

[Eine Mutter unterhält sich mit Frau Giffey. Ein Plakat mit der Aufschrift "Babylotse - am Vivantes Klinikum Neukölln".]

Jasmin Lösche

Dann suchen wir die Familien auf der Wochenbettstation auf und bieten erstmal ein Erstgespräch an. Das Angebot ist für alle werdenden Eltern oder eben schon Eltern oder Mamas da, egal welcher kulturelle Hintergrund besteht. Es ist kostenfrei und freiwillig.

[Jasmin Lösche spricht mit dem Kind. Das Kind lächelt. Jasmin Lösche spielt mit dem Kind.]

Juliane Wittekop

Wir lotsen, unsere Hauptfunktion ist lotsen. Zu sagen: das und das sind die Angebote für die und die Situation, da und da können Sie sie finden.

[Auf einem Schild im Klinikum wird der Weg zu Babylotsen durch einen Pfeil gezeigt.]

Jasmin Lösche

Wenn eine Mama wirklich Hilfe äußert oder überhaupt, wenn bei einer Mutter klar ist, sie braucht ein bisschen mehr Unterstützung, da ist das Klinikpersonal hier sehr aufmerksam und hat uns sofort auf dem Schirm.

[Frau Lösche und Frau Wittekop und das Kind sitzen auf dem Boden im Gang des Klinikums und spielen.]

Prof. Dr. Rainer Rossi

Inzwischen ist es so, dass die Stationsschwestern der Geburtsstation sich sogar wünschen, dass die Babylotsen direkt auf der Station sind, weil sie diese Arbeit als entlastend empfinden und im Routinealltag nicht selber leisten können. Das ist eine Bereicherung.

[Eine Frau hält dem Kind ein Kuscheltier entgegen. Das Kind nimmt eine Packung Taschentücher in den Mund. Die Mutter streicht ihrem Kind über den Kopf.]

Dr. Franziska Giffey

Solange Kinder geboren werden, wird es Eltern geben, die Unterstützung brauchen, und das geben wir mit der Bundesstiftung Frühe Hilfen und den Babylotsinnen in den deutschen Geburtskliniken.

[Die Babylotsinnen sprechen in ein Mikrofon. Frau Giffey hört interessiert zu.]

Dr. Heidrun M. Thaiss

Da ist es wichtig, dass wir frühzeitig präventiv aktiv werden, bevor schlimme Dinge passieren. Und weil wir wissen, dass man da durchaus in besondere Grenzsituationen kommen kann, und da wollen wir früh da sein und wollen diese Netzwerke sehr eng knüpfen, um Eltern zu unterstützen.

[Die Ministerin, die Mutter, ihr Kind, die Babylotsinnen, Herr Prof. Rossi, Frau Dr. Thaiss und weitere stehen gemeinsam für ein Foto vor einem Bus.]

Dr. Franziska Giffey

Familien, Mütter, Väter sollen unterstützt werden in den ersten Lebensmonaten ihres Babys. Und da geht es um das Thema Schreien, es geht darum, dass Eltern ihr Kind niemals schütteln dürfen, und es geht darum, wer helfen und unterstützen kann, wenn das Elternleben zwar einerseits schön, aber eben auch mal manchmal stressig ist.

[Weitere Informationen: www.bmfsfj.de]