Frauen gründen - Initiative für mehr Unternehmensgründungen

[Schnitt auf den Eingangsbereich einer Veranstaltung der Initiative 'Frauen gründen'. Schnitt auf Manuela Schwesig und Sigmar Gabriel vor dem Gebäude, sie sind umringt von der Presse]

"Frauen gründen - unter diesem Titel starteten das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfamilienministerium eine Initiative, die Gründerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland stärken soll.

[Schnitt auf arbeitende junge Menschen im Betahaus in Berlin-Kreuzberg]

"Im Betahaus – einem Gründerzentrum in Berlin - entwickeln seit 2009 circa 300 Gründerinnen und Gründer ihre Ideen, tauschen sich aus und gestalten so auch ein Gesellschaftsmodell mit, das auf selbständige Arbeit baut - in Deutschland immer noch unterrepräsentiert."

[Schnitt auf eine Frau während der Pressekonferenz]

"Ich kann selber auch aus meiner eigenen Geschichte sagen, für mich war Gründung überhaupt keine Option, weil ich während des Studiums und während meiner kompletten schulischen Ausbildung nicht ansatzweise mit dem Konzept Gründung und Selbstständigkeit in Berührung gebracht wurde. Das heißt allein schon aufgrund der Recruiting Aktivitäten der Großkonzerne an den Universitäten hat man als Student den Eindruck, es gibt nur die Option Großkonzern."

[Schnitt auf Manuela Schwesig und Sigmar Gabriel im Betahaus]

"Damit es zukünftig mehr Optionen gibt, will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel das Gründungsgeschehen generell verbessern, sich aber auch speziell für die Förderung von Gründerinnen einsetzen."

[Schnitt auf Sigmar Gabriel] 

"Die Initiative ‚FRAUEN unternehmen‘ soll dazu dienen, einfach positive Rollenbilder vorzustellen und wie gesagt - wir haben nach ganz kurzer Zeit schon 360 Bewerberinnen und Bewerber gehabt. Das zweite, was ein Wirtschaftsministerium immer machen muss, ist zu gucken, ob die eigenen Förderprogramme, die wir haben, zielgerichtet sind. Was wir in jedem Fall machen werden, ist auch nochmal für Unternehmen, wie sie hier ja auch beheimatet sind, zum Beispiel Mezzaninkapital deutlich leichter erreichbar zu machen. Wir haben bisher ungefähr 30 Millionen dafür - also Kapital, was wie Eigenkapital wirkt und wo derjenige, der ihnen das gibt, sich auch über eine lange Zeit ‚committed‘, so dass das Geld im Unternehmen bleibt, um eine Wachstumsphase zu begleiten und die Unternehmer bei Banken kreditfähig zu machen, aber damit keine Anteile am Unternehmen, keine Gesellschaftsrechte erwirbt. Das werden wir auf 70 Millionen aufstocken, so dass wir deutlich mehr machen können. Auch gerade um Unternehmen in der Wachstumsphase zu begleiten."

[Schnitt in das Betahaus]

"Neben dem Gründungsprogramm EXIST des Bundeswirtschaftsministeriums wurde der Mikromezzaninfond 2013 gestartet. Hier werden Gründer und Gründerinnen mit bis zu 50.000 Euro unterstützt. Die beiden Minister machten sich vor Ort ein Bild der Bedingungen, unter denen junge Unternehmer und Unternehmerinnen starten. Bundesfamilienministerin Manuel Schwesig betonte, dass Selbstständigkeit und Familie sich vereinbaren lassen sollen und unterstützt dies mit auf Frauen und Familie zugeschnittenen Maßnahmen."

[Schnitt auf Manuela Schwesig]

"Hierzu werden wir eine Sommerakademie gründen, wo Frauen die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Konzepte weiter zu entwickeln und sich auch bei der Idee der Selbstständigkeit begleiten zu lassen. Mit einem weiteren Projekt möchte ich den Fokus auf Frauen mit Migrationshintergrund legen, weil gerade Frauen mit Migrationshintergrund noch weniger Unternehmen gründen oder in die Selbstständigkeit gehen als Frauen ohne Migrationshintergrund. Ein dritter Pfeiler für die Unterstützung ist, dass wir natürlich insbesondere immer im Hinblick auf Frauen dafür sorgen müssen, dass es mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland besser wird. Ganz speziell das neue ElterngeldPlus hilft Selbstständigen, denn gerade selbstständige Frauen und Männer, Mütter und Väter, können es sich oft nicht leisten, zwölf Monate voll auszusteigen, sondern sagen nach einer gewissen Ausstiegsphase von drei bis sechs Monaten muss ich mich wieder im Unternehmen sehen lassen."

[Schnitt auf die Pressekonferenz. Es folgen Ausenaufnahmen des Betahaus.]

"Beide Bundesminister waren sich darin einig, dass die deutsche Unternehmenskultur sich verändern müsse, wobei das Betahaus hierfür zahlreiche Anregungen liefere."