Corona-Pandemie

Franziska Giffey erklärt die Ausweitung der Kinderkrankentage

Der Bundestag hat am 14. Januar die Ausweitung und Verdopplung der Kinderkrankentage beschlossen. Wann können sie in Anspruch genommen werden? Welche Vorteile ergeben sich für Eltern und Alleinerziehende? Wer stellt die Bescheinigung aus? Bundesfamilienministerin Franziska Giffey erläutert anhand von Schautafeln die wichtigsten Fakten zu den neuen Regelungen in 2021. Und betont: "Sie wurden beschlossen, um Familien in dieser belasteten Situation zu entlasten."

[Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey steht in einem Büro. In Ihrer Hand hält sie eine Erklärtafel mit der Überschrift „Kinderkrankentage“. Darunter sind zwei Kreise. Im blauen Kreis steht „Bei Krankheit des Kindes“ und im großen orangenen Kreis steht „Bei Ausfall der Kinderbetreuung – auch für gesunde Kinder“. Darüber ist groß das Wort „NEU!“ zu lesen. In kleiner Schrift steht am unteren Rand der Tafel „Für gesetzlich versicherte Eltern und Kinder“. Franziska Giffey spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Liebe Eltern, liebe Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, liebe Tagesmütter und Väter, wir haben in dieser Woche im Bundeskabinett und im Bundestag eine wichtige Regelung beschlossen zur Ausweitung der Kinderkrankentage, um Familien in dieser belastenden Situation zu entlasten. Ich will Ihnen kurz erklären, wie es funktioniert. Neu ist, dass die Kinderkrankentage und das Kinderkrankengeld auch für gesunde Kinder in Anspruch genommen werden können.

[Franziska Giffey zeigt die nächste Tafel. Hierauf steht: „Was ist neu? Zusätzliche Kinderkrankentage pro Kind bis 12 Jahre rückwirkend zum 5. Januar
2021: Arbeitstage pro Elternteil bisher 10 Tage > +10 Tage; Arbeitstage für Alleinerziehende bisher 20 Tage > + 20 Tage“]

Franziska Giffey

Die Tage wurden verdoppelt - von 10 pro Elternteil und pro Kind auf 20 und bei den Alleinerziehenden wurden sie verdoppelt von 20 Tagen auf 40 Tage. Wer kann das in Anspruch nehmen?

[Franziska Giffey zeigt die nächste Tafel. Hierauf steht untereinander aufgelistet: „Anspruch der Eltern auf Kinderkrankengeld nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch wenn: Kita/Schule pandemiebedingt geschlossen ist, Präsenzunterricht ausgesetzt ist, Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt ist, eine Empfehlung von behördlicher Seite vorliegt, Kinderbetreuung nicht wahrzunehmen ist, Eltern prinzipiell im Home Office arbeiten könnten, das aber nicht mit der Kinderbetreuung zuhause vereinbaren können (durch orangene Schrift hervorgehoben)]

Franziska Giffey

Es geht darum, dass die Inanspruchnahme dann erfolgen kann, wenn Kita und Schule geschlossen sind. Wenn Kita und Schule nur im eingeschränkten Regelbetrieb erfolgen oder aber auch, wenn der Präsenzunterricht und die Präsenzpflicht ausgesetzt sind. Darüber hinaus war es uns wichtig, dass wenn die Behörde empfiehlt, dass die Kinder zu Hause bleiben sollen - also es einen Appell gibt, dass auch dann diese Regelung gilt. Und das auch für diejenigen, die Homeoffice machen könnten, aber Homeoffice und Kinderbetreuung nicht vereinbaren können, diese Kinderkrankentage gelten. Das ist eine wichtige Lehre auch aus dem letzten Jahr.

[Franziska Giffey zeigt die nächste Tafel mit der Überschrift „Kinderkrankentage“. Auf der einen Seite geht es um den Fall „Bei Krankheit des Kindes“ > Attest vom Arzt > für Krankenkasse und Arbeitgeber und auf der anderen Seite der Fall „Bei Ausfall der Kinderbetreuung – auch für gesunde Kinder“ > im Bedarfsfall Bescheinigung von Kita oder Schule > für Krankenkasse und Arbeitgeber] 

Franziska Giffey

Was für sie zu beachten ist: die Kinderkrankentage, die jetzt zusätzlich pandemiebedingt gewährt werden. Für die gesunden Kinder sind nicht mit dem Kinderarzt zu besprechen, sondern sie bringen ihr krankes Kind wie gewohnt zum Kinderarzt, holen sich dort das Attest. Wenn Sie aber für ein gesundes Kind eine Freistellung brauchen, dann erfolgt die Bescheinigung über Kita und Schule und die reichen sie dann beim Arbeitgeber ein.

[Einblendung: www.bmfsfj.de/kinderkrankentage]

Franziska Giffey

Alle weiteren Informationen werden wir gebündelt zusammenfassen in den häufig gestellten Fragen. Bei uns auf den Seiten des Familienministeriums. Schauen, Sie einfach da vorbei! Wir werden in den nächsten Tagen genauere Hinweise dazu geben. Ich hoffe, dass das wirklich vielen hilft! Wichtig nochmal diese Regelung gilt nur für die gesetzlich versicherten Kinder. Die privatversicherten Familien können nach dem Infektionsschutzgesetz Entschädigungsleistungen in Anspruch nehmen. Auch darüber informieren wir auf unseren Seiten. Herzlichen Dank! Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund.