Die Ministerin auf Sommerreise: Tag 1

Engagement für starke Familien

Am ersten Tag ihrer Sommertour hat Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley verschiedene Einrichtungen und Projekte in Berlin, Halle und Erfurt besucht. Zu den Themen Kinderbetreuung, Unterstützung von Familien, Aufwertung sozialer Berufe und Teilhabe von Frauen mit Migrationsgeschichte tauschte sie sich mit Menschen vor Ort über Erfahrungen und wichtige familienpolitische Ansätze aus.

[Man sieht viele Frauen, die sich mit Frau Barley unterhalten. Die Ministerin sitzt mit den Kindern auf dem Boden und spricht mit den Kindern.]

Katarina Barley:

Bund und Länder haben sich schon lange auf den Weg gemacht, gemeinsam die Qualität in Kindertagesstätten zu verbessern. Es geht dabei insbesondere darum, dass mehr Fachkräfte in den Einrichtungen tätig sind, einen besseren Betreuungsschlüssel zwischen Erzieherinnen und Erziehern und den Kindern hinzubekommen.

[Es ist ein Schild mit einer Zeichnung und der Aufschrift “Willkommen in der Kita Schneckenhaus“ zu sehen.]

Doreen Sigmund:

Ich wünsche mir für die bessere Qualität meiner Arbeit, dass ich mehr Personal in den Einrichtungen habe und, dass ich mehr Zeit habe, meine Arbeit zu planen, zu dokumentieren, mit den Eltern ins Gespräch zu gehen. Dafür muss einfach mehr Zeit da sein.

[Man sieht Frau Barley, die mit einem der Jungen spricht und lacht.]

Katarina Barley:

Es geht aber auch darum, Angebote in Randzeiten zu schaffen, also für Eltern, die zum Beispiel in Schicht arbeiten, ein besseres Betreuungsangebot zu schaffen, damit Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch wirklich gewährleistet wird.

[Die Ministerin und die Kinder spielen zusammen. Frau Barley unterhält sich mit den Projektverantwortlichen.]

Katarina Barley:

Wir haben in Halle die Vereinbarung für die Bundesstiftung Frühe Hilfen unterzeichnet. Die sachsen-anhaltinische Ministerin Petra Grimm-Benne und ich für Bund und Länder. Es geht darum, Familien möglichst frühzeitig Hilfen an die Hand zu geben – gerade dann, wenn es Familien sind, in denen es Probleme gibt, wenn Kinder dazu kommen.

[Frau Barley unterzeichnet die symbolische Verwaltungsvereinbarung. Die Ministerin pustet Seifenblasen in die Luft und ein Kind greift nach diesen.]

Katja Schumann:

Wir sollen ja eigentlich rundum 24 Stunden für die Frauen da sein, was man auch gar nicht schaffen kann. Es ist sehr anstrengend auch, aber es ist natürlich auch ein ganz, ganz schöner Beruf, ein ganz alter Beruf. Für die Freiberuflichkeit wünsche ich mir auch mehr Zeit, auch für die Familien. Dass es eben auch nicht zu viel wird. Also wir müssen auch sehr auf uns achten.

[Frau Barley unterhält sich mit den Projektverantwortlichen. Danach werden Fotos geschossen.]

Katarina Barley: 

Uns geht es natürlich vor allen Dingen darum, die Kinder bestmöglich zu betreuen. Dafür gibt es Fachkräfte – Familienhebammen vor allen Dingen -, die dann in die Familien gehen und sehr früh eingreifen und unterstützen. 

[Man sieht eine Muslima, die sich mit Frau Barley unterhält. Frau Barley und viele Frauen mit Migrationsgeschichte halten zusammen ein Schild mit dem Slogan “Stark im Beruf“ hoch. Frau Barley überreicht einer jungen Mutter ein Stück Wassermelone.]

Katarina Barley:

Das Programm “Stark im Beruf“ kümmert sich vor allen Dingen um Frauen mit Migrationshintergrund, die in den Beruf zurück wollen – um Mütter im Beruf. Und diese Frauen haben natürlich ein mehrfaches Handicap: Hier in Erfurt haben wir jetzt einige Frauen kennengelernt, die an dem Programm teilnehmen. Diese Frauen brauchen eben nochmal besondere Förderung. Und mit dem Programm “Stark im Beruf“ bekommen sie die – sehr passgenau, zielgenau auf die persönlichen Umstände zugeschnitten.

[Ein Kind auf den Armen der Mutter greift nach Seifenblasen. Die Mutter lacht. Es sind Poster zu sehen, welche im Workshop erarbeitet wurden, auf denen Projektverantwortliche und Mütter jeweils ihre eigenen Ziele formuliert haben.]

Christine Gessler-Unthan:

Wir sind ein Programm, das den Anspruch hat, in den Beruf, in die Arbeitswelt zu führen, aber wir sprechen von Müttern und Mütter sind immer System Familie. Wir können Mütter nicht individuell, ganz alleine, sehen. Das heißt, wir machen natürlich auch soziale Beratung. Wenn Frauen zu uns kommen mit Schwierigkeiten, wo wir helfen können. Aber Fokus ist, dass Frauen ihren beruflichen Weg finden.

[Frau Barley unterhält sich mit verschiedenen Frauen. Die jungen Mütter und Frau Barley freuen sich.]

Katarina Barley:

Wir haben insgesamt 6.000 Frauen, die bisher an dem Programm teilgenommen haben und immerhin ein Drittel davon ist schon in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, ein Drittel ist auf einem guten Weg dahin – das sind für solche Programme sehr, sehr beeindruckende Werte.