#schweigenbrechen

Empfang anlässlich des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen"

Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey hat sich am 22. November bei den Unterstützerinnen und Unterstützern des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" für ihren Einsatz bedankt. Der Empfang in Berlin fand anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Dabei wurde auch die neue Kampagne des Hilfetelefons vorgestellt.

Gewalt gegen Frauen, häusliche Gewalt gegen Frauen ist ein Riesenthema. Wir wissen, dass die Dunkelziffer viel viel höher liegt als das, was wir im Hellfeld sehen. Und es ist ganz klar, man muss es leider so sagen: Für viele Frauen ist das zu Hause ein gefährlicher Ort. Und dagegen müssen wir etwas tun. Unser Hilfetelefon, das wir vom Familienministerium aus finanzieren, ist natürlich die deutschlandweit verfügbare Anlaufstelle, die jeden Tag rund um die Uhr Frauen in siebzehn Sprachen anonym und kostenlos berät. Und das ist ein Instrument, das für viele der erste Schritt ist, sich tatsächlich Hilfe zu holen.

​[Dr. Franziska Giffey tauscht sich rege mit Unterstützer_innen des Hilfetelefons während einer Abendveranstaltung aus. Ein Aufsteller zeigt eine Frau, über der die Aussage "Hilfe-Telefon Gewalt gegen Frauen" in orangener Farbe gedruckt steht.]

Viele Frauen halten ja über Jahre Gewalt aus, weil sie nicht wissen, wohin oder, weil sie sich gar nicht trauen, darüber zu sprechen, weil es ihnen unangenehm ist. Wir wollen Frauen stärken. Wir wollen sie stark machen zu sagen: Du musst nicht in der Gewalt bleiben und jetzt gehe ich mit meinem Problem zum Hilfetelefon und möchte dieses Gewaltproblem beenden.

Das Motto unserer Kampagne lautet: Aber jetzt rede ich! Damit möchten wir Frauen ermutigen, sich nach außen zu wenden, Hilfe und Unterstützung zu suchen und in Anspruch zu nehmen, wenn sie in irgendeiner Form Gewalt erlebt haben.

​[An einem Bistrotisch vor einer Bar sind Dr. Franziska Giffey und andere Rednerinnen zusammengekommen, um die zentralen Aspekte des Hilfetelefons zu besprechen.]

Unser Schild mit der Nummer 08000 116 016 weist darauf hin, wen man anrufen kann und wir haben ganz ganz viele Menschen aufgefordert, sich mit diesem Schild fotografieren zu lassen, das in die sozialen Medien einzuspeisen und unter dem Hashtag #schweigenbrechen andere dazu aufzufordern, zu reden über das, was ihnen widerfahren ist, sich Hilfe zu holen und Frauen auch Mut zu machen, zu sagen: Rufe da an, rede über diese Dinge, hole dir Hilfe.