Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter

Elternchance: Familien für Bildung gewinnen

Faire Chancen für Kinder sind eng mit der frühen Förderung durch die Eltern verknüpft. Bundesweit sind 10.000 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter in Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Mehrgenerationenhäusern oder Familienbildungsstätten aktiv und stehen Eltern unterstützend zur Seite. Sie beraten bei allen Fragen zu Kita, Schule und Bildungsalltag und helfen so, einen guten Grundstein für den Bildungsweg zu legen.

Schaut euch nochmal an. Wenn ich Eltern das erste Mal kennenlerne, bin ich neugierig auf ihre Geschichte und das ist Fotografieren ähnlich.

Mein täglicher Job ist, Eltern und Familien zu begegnen, sie auf den Weg zu bringen, sie zu begleiten.

Sie sind oftmals in einem großen Leidensdruck, Familie und Arbeit nicht unter einen Hut zu bekommen und sich das mitunter gar nicht vorstellen können, dass sich jemand tatsächlich auch interessiert.

Einfach da sein. Mal hingucken, mal auf etwas aufmerksam machen, das einem auffällt, aber nicht als Belehrender, sondern einfach als jemand, der sagt: "Schau mal, es geht vielleicht auch so."

Es geht bei den Elternbegleitern darum, dass eigentlich die Hand gereicht wird, dass Brücken gebaut werden und wirklich da auch geholfen wird, wo Unterstützung gebraucht wird.

Jedes Problem ist lösbar. Ich bin davon überzeugt, ja. In dieser Ausbildung lernen wir viel über Kommunikation, über Einstellung, über Haltung.

Von Anfang an mit einem positiven Blick hingehen und eine Beziehung aufbauen, bevor es zu Interventionen kommt.

Das ist das, was Familien am meisten hilft, wenn man ihnen zuhört und wenn man ihnen Aufmerksamkeit gibt.

Wenn Menschen nicht wissen, wie das eigentlich mit der Kita, mit der Schule, mit gesunder Ernährung, mit all den vielen Fragen des täglichen Lebens funktioniert, wenn man Kinder hat.

Und wenn ich jemandem vertraue, gehe ich da auch wieder hin.

Der Brückenbauer-Elternbegleiter ist, denke ich, wichtig.

Wir haben ganz unterschiedliche Eltern, die jetzt vielleicht keinen Schulabschluss gemacht haben bis zu Akademikerfamilien.

Die Eltern sind erst einmal dabei, ihre Elternrolle zu finden und mit ihrem Leben und ihrem Job zu vereinbaren. Aber, wenn ich merke, dass sich die Kinder oder Eltern nicht wohl fühlen, dann komme ich ins Gespräch darüber.

Ohne Bindung keine wirkliche Bildung. Das ist auch ein ganz zentrales Thema in der Elternbegleiterausbildung.

Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass sich alle Eltern einen tollen Lebensweg und Bildungsabschlüsse für ihre Kinder wünschen.

Und da braucht es einfach Menschen, die ein bisschen sagen: Komm, ich reiche dir die Hand und dann gehen wir gemeinsam diesen Weg. Und dann wird das auch etwas.