Achter Altersbericht

Dr. Franziska Giffey: "Man ist nie zu alt fürs Internet"

Wie verändert die Digitalisierung das Leben älterer Menschen? Welche Rolle spielt sie bereits und welche Chancen bietet sie? Das untersucht der Achte Altersbericht. Viele ältere Menschen möchten am digitalen Leben teilnehmen - und manche wünschen sich dabei Unterstützung. Deshalb fördert das Bundesseniorenministerium verschiedene Projekte. "Wir wollen deutlich machen, es ist nie zu spät, und man ist nie zu alt fürs Internet", betont Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey.

[Mit bunten Wellen, die durch das Bild fliegen, erscheint die Einblendung „Achter Altersbericht“. Die Bundesseniorenministerin, Franziska Giffey, sitzt in einem Sessel in einem Büro und spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,  für die meisten Menschen gehören Handy, Tablet und Computer zu ihrem Alltag. Im achten Altersbericht haben Expertinnen und Experten untersucht, wie die Digitalisierung das Leben älterer Menschen verändert. Welche Möglichkeiten bietet digitale Technik? Wo spielt sie bereits heute eine wichtige Rolle? Und wie verändert sie das Leben im Alter? Die Kommission hat dabei auf die Lebensbereiche geschaut, die gerade für ältere Menschen wichtig sind:  Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Pflege und das Lebensumfeld. Um einen Eindruck davon zu bekommen, was das ganz konkret im Alltag bedeutet, haben wir Menschen auf der Straße gefragt, wie sie darüber denken und das schauen wir uns jetzt mal an.

[Franziska Giffey nimmt ein Tablet in die Hand und schaut sich verschiedene Umfragestimmen an.]

Vox Pops

Ich würde es zum Beispiel als allerersten Punkt cool finden, wenn jedes Dorf Möglichkeiten zum Internetzugang hat.
Ich besitze kein Smart-Phone. Ich habe noch ein Handy von der alten Generation, uralt. Online-Banking mache ich zum Beispiel auch nicht. Wenn es denn unumgänglich ist, dann bräuchte ich eine Hilfestellung, weil ich noch nicht mal einen Rechner besitze. Ich könnte mir vorstellen, dass Zweierschaften zwischen Jungen und Alten eine ganz gute Sache wären. Vielleicht kann man, wenn es irgendwann Corona bedingt möglich ist, Kurse für die älteren Leute anbieten, die offen sind dafür und sich weiterbilden möchten.

[Es wird herausgezoomt. Franziska Giffey legt das Tablet wieder weg und spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Man sieht, es gibt viel Bedarf an Wissen, an Information, an Unterstützung und ist mir besonders wichtig die Bedürfnisse der Menschen im Alter, in Bezug auf die Digitalisierung zu erfahren. Denn klar ist: Nur mit Internetzugang und digitalen Fertigkeiten können ältere Menschen von den Chancen der Digitalisierung profitieren. Wir wollen deutlich machen: Es ist nie zu spät und man ist nie zu alt für das Internet. Ich habe während der Corona-Pandemie erlebt, dass viele Menschen auch bereit sind, sich am digitalen Leben zu beteiligen, wenn sie entsprechend Unterstützung erfahren. Bei einer Videokonferenz haben mir ältere Menschen berichtet, wie sie sich gegenseitig helfen, miteinander vernetzen und dass sie durch das Internet mit Kindern und Enkelkindern in Kontakt bleiben. Das wollen wir als Bundesseniorenministerium unterstützen und machen dafür einiges: Mit unserem Projekt „Digitaler Engel“ oder der Servicestelle „Digitalisierung für ältere Menschen“ helfen wir beim Umgang mit der neuen Technik.

[Einblendung: www.digitlaer-engel.org, www.bagso.de, www.wissensdurstig.de]

Franziska Giffey

Die „digitalen Engel“ sind zum Beispiel Menschen, die in die über 500 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland fahren und dort, ganz konkret, Wissen und Hilfe vermitteln.

[Einblendung: www.mehrgenerationenhaeuser.de]

Franziska Giffey

Wie funktioniert es denn eigentlich mit dem I-Pad, mit dem Smart-Phone und wie kann man denn zum Beilspiel die Bilder der geliebten Enkelkinder sich online anschauen? Ich bin mir sicher, der achte Altersbericht kann uns hier weitere wertvolle Hinweise geben. Ich freue mich darauf, die Ergebnisse mit Ihnen gemeinsam zu diskutieren.

[Der Achte Altersbericht in gedruckter Form wird eingeblendet. Darunter steht die Webseitenadresse: „www.bmfsfj.de/ministerium/berichte-der-bundesregierung/achter-altersbericht“.]

Vox Pops

Das Tolle am Elternsein finde ich, dass man die Welt nochmal erlebt, wie aus Kinderaugen. Dass man Sachen nicht mehr so wichtig nimmt und einfach mal einen ganz ungetrübten Eindruck von irgendwelchen Dingen mitbekommt, den man selber nicht mehr hat. Wo man erwachsen ist und ja doch anders festgefahren ist mit seinen Meinungen. Dass man nochmal eine neue Ebene hat im Leben. Also man hat noch mal was für jemanden, man tut etwas für jemanden. Und ich glaube das macht unsere Welt an sich schon wertvoller, wenn wir einen anderen Menschen um uns haben, dem wir Liebe weiter geben können.

[Es wird herausgezoomt und man sieht, dass Sie Bundesfamilienministerin Franziska Giffey die Umfrage auf einem Tablet anschaut. Sie sitzt in einem Sessel vor einer blauen Pressewand und einem Aufsteller des Familienberichtes. Neben ihr steht ein Tisch mit einem Blumenstrauß darauf und der Familienbericht in gedruckter Form liegt auf der Sessellehne.]

Franziska Giffey

Liebe Familien, liebe Eltern, Kinder bereichern unser Leben – das haben wir gerade von einigen Eltern gehört und das können sicher viele von Ihnen bestätigen. Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Sie meistern dafür kleine und große Herausforderungen, jeden einzelnen Tag, 365 Tage im Jahr. Im Bundesfamilienministerium arbeiten wir für starke Familien. Dass Eltern Beruf und Familie gut vereinbaren und dass Kinder behütet aufwachsen können. Der 9. Familienbericht stellt deshalb Eltern in den Mittelpunkt.

[Einblendung: www.bmfsfj.de/familienbericht]

Franziska Giffey

Er fragt, was sie für ein Familienleben nach ihren Vorstellungen brauchen – und wie wir sie noch besser unterstützen können. Diese Frage haben wir an Eltern auf der Straße weitergebenen.

[Franziska Giffey schaut sich auf dem Tablet weitere Umfragestimmen an. Verschiedene Menschen auf dem Spielplatz geben Antworten.]

Vox Pops

Eltern stehen vor der Herausforderung den Alltag zwischen Beruf und den Kindern miteinander zu verbinden und es gibt viele Anforderungen von verschiedenen Seiten und das alles unter einen Hut zu bekommen ist nicht so einfach. Also dadurch, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben, ist der Druck natürlich auf einen persönlich hoch, beruflich, dass man was erreichen möchte, die Mieten werden teurer, man muss arbeiten…
…und leider, finde ich immer noch, sind es die Frauen, die den Großteil der Betreuungsarbeit übernehmen und auch das Mental-Load, also die das Kind organisieren, die für die Kleidung sorgen und so weiter. Da hängt für mich noch zu viel an den Frauen und das ist schon schwierig und sorgt für ein großes Ungleichgewicht in den Familien. Die größte Herausforderung ist es eigentlich für Alleinerziehende einen Kita-Platz zu finden, der auch zeitlich in das Leben passt. Ich bin eigentlich Krankenschwester und würde eigentlich in drei Schichten arbeiten und das ist, wenn man nicht Familie hat oder irgendwas hat, gar nicht abzudecken mit einer Kita-Betreuung. Und viel erleichtern würde mir, wenn die Kitas flexiblere Öffnungszeiten hätten. Uns würde das Leben als Eltern erleichtern, dass wir wissen, dass unsere Kinder in einer guten Betreuung sind. Da habe ich Hoffnung, dass nicht nur Fortbildungen in dem Bereich, auch Lehrer auch diskriminierungssensibler und rassismuskritischer weiterbilden.

[Es wird herausgezoomt und Franziska Giffey ist wieder in der Anfangskulisse zu sehen. Sie spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Eltern leisten unglaublich viel. Aber sie brauchen auch Unterstützung, damit der Familienalltag funktioniert. Das ist in der Corona-Pandemie nochmal besonders deutlich geworden. Zum Beispiel wie wichtig eine gute und verlässliche Kinderbetreuung ist und dass flexible Arbeitszeitmodelle den Alltag von Familien erleichtern. Wir im Bundesfamilienministerium stehen den Eltern zur Seite. Wir sorgen mit dem Gute-KiTa Gesetz dafür, dass Familie und Beruf gut vereinbart werden können.

[Einblendung: www.bmfsfj.de/gute-kita-gesetz]

Franziska Giffey

Wir investieren in mehr Qualität und weniger Gebühren, damit jedes Kind von Anfang an gut gefördert wird. Aus dem gleichen Grund wollen wir auch den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder einführen. Denn davon profitieren Kinder und Eltern gleichermaßen. 
Darüber hinaus helfen wir Eltern mit unseren Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern dabei, ihre Kinder auf dem Bildungsweg gut zu unterstützen.

[Einblendung: www.elternchance.de]

Franziska Giffey

Das sind über 13.000 Fachkräfte, die Eltern im ganzen Land bei der Suche nach guten Förderangeboten, der passenden Kita oder der Schule mit Rat und Tat zur Seite stehen. Beratung in allen Lebenslagen schreiben wir auch mit unserem Familienportal groß. 

[Einblendung: www.familienportal.de]

Franziska Giffey

Dort finden Familien alle Familienleistungen auf einen Blick und hilfreiche Informationen, etwa zu Ausbildung, Betreuung oder Gesundheit. Die Corona-Pandemie hat gezeigt: funktionierende Strukturen sind für Familien wichtig. Genauso wichtig ist es, sie auch gezielt finanziell zu unterstützen, damit sie ihren Aufgaben gerecht werden können. Mit dem Elterngeld schenken wir Familien Zeit für ihre kleinen Kinder nach der Geburt. 

[Einblendung: www.bmfsfj.de/elterngeld]

Franziska Giffey

Rund 2 Millionen Eltern in Deutschland nutzen es aktuell. Eltern, die sich Erwerbs- und Familienarbeit partnerschaftlich teilen, unterstützen wir zusätzlich mit dem ElterngeldPlus und unserem Partnerschaftsbonus. Mit dem Starke-Familien-Gesetz haben wir außerdem den Kinderzuschlag für Familien mit kleinem Einkommen ausgebaut und verbessert.

[Einblendung: www.bmfsfj.de/das-starke-familien-gesetz]

Franziska Giffey

In der Corona-Krise konnten wir zudem den Notfall-Kinderzuschlag vielen Familien zur Verfügung stellen und schnell und konkret helfen.

[Einblendung: www.bmfsfj.de/kiz]

Franziska Giffey

Die Zahl der Kinder, die davon profitieren hat sich fast verdreifacht.
Und viele Alleinerziehende haben in den letzten Jahren vom Ausbau des Unterhaltsvorschusses profitiert.

[Einblendung: www.bmfsfj.de/unterhaltsvorschuss]

Franziska Giffey

Mit unseren nachhaltigen, modernen familienpolitischen Leistungen arbeiten wir dafür, dass Familien ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten können. Für starke Familien und für starke Kinder, die ihren Weg gehen. Der 9. Familienbericht ist für uns dabei eine wertvolle Unterstützung.

[Franziska Giffey legt das Tablet aus der Hand und nimmt sich den 9. Familienbericht. Diesen hält sie vor sich in die Kamera.]

Franziska Giffey

Unter dem Motto: „Eltern sein in Deutschland“, macht er deutlich, vor welchen Herausforderungen Eltern und Familien heute stehen. Und er steckt voller Empfehlungen, wie wir diesen Anforderungen in Zukunft noch besser begegnen können. Wir haben die Ergebnisse dieses 9. Familienberichts für Sie aufbereitet. Nicht für alle in dieser großen Umfänglichkeit, sondern es gibt auch eine Kurzfassung. Schauen Sie einfach mal rein auf unserer Webseite.

[Einblendung: www.bmfsfj.de/familienbericht]

Franziska Giffey

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und bin gespannt auf die weitere Diskussion. Herzliche Grüße, ihre Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.

[Der neunte Familienbericht n gedruckter Version wird groß eingeblendet und darunter steht „bmfsfj.de/familienbericht“.]