Familienleistungen

Dr. Katarina Barley zum Bericht zum ElterngeldPlus

Dr. Katarina Barley hat am 10. Januar einen Bericht zu den Auswirkungen von ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus vorgelegt. Sie zieht eine positive Bilanz: Die Leistung unterstützt Eltern dabei, ihre Kinder partnerschaftlich zu betreuen.

[Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley steht vor der Pressewand des Bundesfamilienministeriums und spricht zu den Zuschauerinnen und Zuschauern]

Katarina Barley

"Ich habe heute dem Bundeskabinett den Bericht zum ElterngeldPlus vorgelegt, das vor gut zwei Jahren eingeführt worden ist und es hat sich gezeigt: Das ElterngeldPlus ist eine Erfolgsgeschichte. Wir haben mit dem ElterngeldPlus die Angebotsvielfalt für junge Familien erweitert. Junge Familien können Elterngeld in Anspruch nehmen in Höhe von 65 Prozent - bei kleinen Einkommen sogar mehr - für die Betreuung ihres Kindes. Falls junge Eltern sich entscheiden, bereits in diesem ersten Zeitraum berufstätig zu sein, können sie jetzt ElterngeldPlus beantragen, das heißt sie erhalten weniger Geld, da sie ja auch ein Erwerbseinkommen haben, aber dafür für die doppelt so lange Bezugsdauer.
Außerdem gibt es die sogenannten Partnerschaftsmonate. Falls beide Eltern Teilzeit berufstätig sind, können sie vier Monate extra ElterngeldPlus beziehen.

Die Auswertung hat gezeigt, dass die Zufriedenheit bei den Beziehenden sehr, sehr hoch ist. Interessanterweise zeigen sich besonders Väter sehr zufrieden mit diesem Angebot, noch mehr als Mütter und immerhin 41 Prozent der Väter haben gesagt, dass sie so mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen als sie es sonst getan hätten.

Wir müssen die Wünsche der Mütter und Väter weiterhin im Blick behalten und das Angebot weiter ausbauen. Es wird verstärkt darum gehen, Vätern und Müttern die Möglichkeit zu geben, partnerschaftlich zu erziehen. Wir reagieren damit auf einen Wunsch der Väter und Mütter, sich Erziehung und Beruf partnerschaftlicher aufzuteilen als das bisher der Fall ist. Und wir sehen uns auch in der Pflicht, dieses als Bundesregierung zu unterstützen.

Ich möchte aufmerksam machen auf die Digitalisierung, die wir in diesem Fall beispielhaft genutzt haben. Es gibt bereits jetzt den sogenannten Elterngeldrechner. Also Eltern können am Rechner hin- und herschieben, wer wie viele Stunden arbeitet und herausfinden, wie die für sie individuell beste Lösung ist. Beim ElterngeldPlus werden wir künftig daraus auch eine direkte Antragsmöglichkeit schaffen. Also wenn man für sich die beste Lösung gefunden hat, dass man dann nur noch auf einen Knopf drücken muss und daraus auch gleich der Antrag entsteht. Wir gehen mit zwei Bundesländern in die Pilotphase und weitere werden dann folgen. Denn ich bin der Meinung, gerade für Familien müssen wir die Entbürokratisierung weiter vorantreiben."