"Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“

Dr. Franziska Giffey zeichnet Initiativen gegen Einsamkeit im Alter aus

Auf dem Fachkongress "Einsamkeit im Alter vorbeugen - aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen" zeichnete Dr. Franziska Giffey Projekte aus, die sich gegen soziale Isolation im Alter einsetzen. Für den Wettbewerb "Einsam? Zweisam? Gemeinsam!" hatte es mehr als 600 Bewerbungen gegeben.

[Dr. Franziska Giffey steht neben Prof. Ursula Lehr. Es erscheinen die Einblendungen "Einsamkeit im Alter vorbeugen", "Aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen" und "Auszeichnung des Engagements gegen Isolation". Frau Giffey, Herr Müntefering und eine Preisträgerin stehen nach der Urkundenübergabe nebeneinander.]

Nicht jeder, der alleine ist und alleine lebt und viel Zeit des Tages alleine verbringt, ist einsam. Manche wollen ja ganz gerne allein sein und sich sammeln, um was zu können. Man muss also mit sehr viel Feingefühl empfinden, ist der Mensch einsam? Dann muss ihm geholfen werden. Am ehesten kann man älteren Menschen helfen, wenn man ihnen eine Aufgabe gibt. "The Feeling of beeing needed" - das Gefühl, gebraucht zu werden - das ist entscheidender als ständiger Kontakt.

[Eine junge Frau und eine ältere Frau reden miteinander. Frauen unterschiedlichen Alters sitzen beim Kaffee. Frau Prof. Lehr unterhält sich mit einer Besucherin der Veranstaltung.]

Die älteren Menschen waren noch nie so aktiv, so gesund und fit wie heute. Das ist erstmal eine gute Nachricht. Und deshalb ist eben diese Zeit nach dem Ende des Arbeitens, diese Rentenzeit, ein großer neuer Lebensabschnitt und der muss gestaltet werden. Und da gibt es eben viele, die das von alleine nicht so unbedingt schaffen und dann doch eben zu Hause in den eigenen vier Wänden sind. Und die gesellschaftliche Aufgabe ist es, dass diese Menschen auch aktiv mitmachen können am Leben.

[Die Ministerin unterhält sich mit unterschiedlichen Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung und sieht sich die vielfältigen Projekte an.]

Und wichtig ist jedenfalls, dass wir begreifen, dass die sozialen Kontakte ganz entscheidend sind für die Lebensqualität der Menschen, auch der älterwerdenden Menschen. Es muss vorgebeugt werden, sie müssen soziale Kontakte aufbauen, auch jenseits der Familien. Weil es ist nicht mehr so, dass die Familien alle zusammenhocken.

[Herr Müntefering und Frau Giffey unterhalten sich mit verschiedenen Projektverantwortlichen. Eine junge Preisträgerin steht mit Herrn Müntefering und Frau Giffey auf der Bühne und zeigt ihre Urkunde.]

Wir haben als Bundesfamilienministerium ja diesen Preis mitausgelobt, dass eben besondere Projekte, die tolle Ideen entwickeln, wie man Einsamkeit im Alter entgegenwirken kann, hier auch geehrt werden. Das ist eine Auszeichnung nach dem Motto "Nachmachen ausdrücklich erwünscht!", denn es sind super Ideen.

Wir nutzen sozusagen die Kraft von Kunst und Kultur, um diese Menschen, diese von Einsamkeit bedrohten Menschen, mit Schülerinnen und Schülern zu verbinden. Das heißt, wir stiften kostenlose Kulturkarten.

[Die Akteure und Akteurinnen ausgezeichneter Projekte stehen gemeinsam auf der Bühne. Das Publikum applaudiert.]

Wir vermitteln Ehrenamtliche jeden Alters an alleinlebende alte oder hochbetagte Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit. Mal rauszugehen, mal vielleicht etwas zu lesen, Bilder anzugucken, Kaffee zu trinken. Einfach Zeit zu schenken – da zu sein.

[Die Einblendung "Weitere Informationen www.bmfsfj.de" ist zu sehen.]