Internationaler Holocaust-Gedenktag

Dr. Franziska Giffey trifft Stolperstein-Initiative

"Es geht darum, dass wir das ganze Jahr über eine gute Erinnerungsarbeit leisten", betonte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 27. Januar in Berlin. Um an die Opfer des Nationalsozialismus und die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zu erinnern, traf sie sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiative "Stolpersteine in Berlin". Die kleinen Gedenktafeln werden seit 1996 verlegt.

[Einblendung: 75. Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus; 70.000 Stolpersteine halten bundesweit die Erinnerung wach; Gegen Vergessen! Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey putzt gemeinsam mit mehreren Jugendlichen Stolpersteine auf Berliner Straßen. Anschließend werden Rosen darauf abgelegt.]

Das ist ja noch nicht so lange her. Man kann sich das gar nicht vorstellen, dass es vor 70, 80 Jahren hier bei uns in Berlin, in Deutschland war.

[Dr. Franziska Giffey betritt die Veranstaltung und schüttelt Anwesenden die Hand. Danach sitzt sie mit Schülerinnen und Schülern an einer Tafel und diskutiert, während andere Teilnehmende aufmerksam zuhören.]

Uns geht es darum, dass wir nicht nur an Gedenktagen wie heute, am Tag der Befreiung von Ausschwitz, daran erinnern, was geschehen ist und welche historische Verantwortung auch damit für uns heute einhergeht, sondern es geht darum das ganze Jahr über eine gute Erinnerungsarbeit zu leisten.

Bei uns im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg sind über 800 Stolpersteine verlegt worden und es werden mehr werden. Wenn wir in dem Kiez daran vorbei laufen, wenn wir stolpern, dann werden wir jeden Tag daran erinnert und gemahnt, dass hier Menschen unter uns gelebt haben, die ermordet worden sind.

[Wir sehen einige Stolpersteine im Detail. Schülerinnen und Schüler polieren sie anschließend mit Tüchern.]

Es geht hier nicht nur um Antisemitismus, auch andere Gruppen wie Sinti und Roma, Homosexuelle. Bei der Befreiung der Konzentrationslager sind auch andere Gruppen befreit worden. Es ist wichtig, dass es eine breite Erinnerung gibt, um das Ausmaß der Zerstörung in der ganzen Welt mit zu gedenken.

Jeder Mensch hat einen Namen. Die Stolpersteine sind sichtbar und gleichzeitig unsichtbar.

[Einblendung: weitere Informationen unter www.bmfsfj.de]