Digitale Jugendkultur

Dr. Franziska Giffey trifft junge eSport-Talente

Was fasziniert Jugendliche an eSports? Und vor welchen Herausforderungen steht der Jugendmedienschutz im digitalen Zeitalter? Diesen Fragen ging Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey bei der Gamescom und in der eSport-Akademie von Hertha BSC nach. Im Gespräch mit jungen eSport-Talenten ging es um die Faszination digitaler Spiele und aktuelle Gaming-Trends.

 

[Köln: Gamescom-Flaggen wehen im Wind, Jugendliche strömen in großer Anzahl auf das Messegelände. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey schaut erst zusammen mit Tim Latka, dann mit Elias Nerlich auf einen Bildschirm. Mehrere Jugendliche sind um die Bildschirme herum versammelt. Die Einblendungen "#gamescom2019 und eSport-Akademie", "eSports gehören zur digitalen Jugendkultur", "Medienkompetenz fördern" und "Jugendmedienschutz modernisieren" erscheinen.]

"Hier gibt es viele Spiele und man kann sie anspielen. Wenn etwas Neues herauskommt, dann gibt es Überraschungen. Ich habe mich super darauf gefreut."

[Jugendliche und Kinder vor Bildschirmen und Leinwänden, die Messehallen sind stark besucht.]

"Bei uns in der Jugend ist das ein sehr großes Thema. Viele spielen und wollen auch eSportler werden. Das schaffen zwar die wenigsten, aber sie wollen es werden."

[Es werden eSport Events ausgetragen und Wettkämpfe gespielt.]

"Mein Name ist Tim Latka, ich bin Profi-FIFA-Spieler für den FC Schalke 04. eSport ist praktisch vollkommen in mein Leben integriert. Das ist mein Beruf, darum dreht es sich tagtäglich."

[Tim Latka erklärt Dr. Franziska Giffey etwas über das FIFA-Spiel. Auf Bildschirmen wird das Spiel gespielt.]

"Man merkt, dass digitale Jugendkultur hier mit den Händen greifbar ist. Als Bundesjugendministerin bin ich gerne hier und schaue mir das an. Ich schaue mir die Neuheiten an und erlebe viele sehr begeisterte junge Leute, die auch gern erklären, was sie hier machen und was sie daran so begeistert."

[Die Bundesfamilienministerin spricht mit jugendlichen Messegästen, probiert sich selbst an Spielkonsolen aus und macht Fotos mit Cosplayerinnen und -playern vor einer Pressewand.]

"An eSport begeistert mich zunächst das FIFA-Spielen an sich, weil es mir einfach Spaß macht. Es ist aber auch der Zusammenhalt, dass wir ein Team sind, miteinander trainieren und natürlich auch miteinander die Wettkämpfe bestreiten. Das ist ein sehr cooles Gefühl."

[eSportler spielen das Spiel FIFA, welches auf eine große Leinwand übertragen wird.]

"Es ist eine Riesencommunity. Es ist ein Teil der neuen digitalen Jugendkultur. Wir müssen auf diese digitale Jugendkultur zugehen. Wir müssen mit dem eSport gemeinsam Ideen entwickeln, wie man ihn fördern kann."

[Dr. Franziska Giffey spricht am Stand des Bundesfamilienministeriums auf der Gamescom mit Besucherinnen und Besuchern. Hinter verschiedenen Tresen mit dem "Demokratie leben!"-Logo ist eine große Wand mit dem Schriftzug "Meinungsvielfalt statt Hass" zu sehen.]

[Umgebungs- und Tageswechsel: Olympiastadion in Berlin. Dr. Franziska Giffey wird von einer Delegation von Menschen begleitet und steht mit einigen eSportlern vor einer Trikotwand.]

"Wir sind hier bei Hertha BSC. Wir bilden Gamer zu professionellen eSportlern aus. Wir haben hier ein professionelles Ausbildungskonzept erarbeitet. Es beinhaltet drei Säulen: Eine ist das Training des Spiels FIFA an sich, dann die große Klammer Gesundheit und Ernährung und als Drittes Medienkompetenz und Social Media."

[Der Innenraum der eSports-Akademie Berlin ist zu sehen, Dr. Franziska Giffey unterhält sich mit Gamern.]

"Wenn FIFA 20 herauskommt, dann stehe ich auf, gehe meistens zum Sport, frühstücke ganz normal und so gegen zwölf Uhr trudele ich dann hier ein und spiele schon so sechs, sieben Stunden am Tag gegen andere Profis. Ich schaue mit meine Gameplays an und nehme YouTube-Content auf."

[Elias Nerlich erklärt Dr. Franziska Giffey Einzelheiten des FIFA-Spiels.]

"Es ist spannend zu sehen, wie hier nicht nur das Spiel im Mittelpunkt steht, sondern wirklich ein ganzheitliches Training mit allem Drum und Dran."

"Wenn du spielst, dann spielst du, weil du etwas verbessern willst. Wenn ich gegen jemanden spiele, dann gehe ich so da ran: Okay, ich habe letzte Woche im Turnier das und das nicht gut gemacht, das muss ich jetzt besser machen. Dann suche ich mir einen Trainingspartner und versuche, das zu verbessern."

[Elias Nerlich und seine Mitspieler trainieren zusammen. Die Bundesfamilienministerin diskutiert mit den eSportlern.]

"Es gibt eine generelle Verantwortung, die wir für den Jugendschutz im gesamten Gaming-Bereich sehen. Es geht darum, dass junge Menschen, die in diesem digitalen Zeitalter aufwachsen, die Kompetenz bekommen, damit kritisch umzugehen. Dass Eltern die Fähigkeit und die Unterstützung bekommen, sich zu orientieren: Welches Spiel ist für welche Altersgruppe geeignet? Wie kann ich mein Kind unterstützen? Dafür entwickeln wir gerade bei uns im Bundesfamilienministerium ein modernes Jugendmedienschutzgesetz, was dem digitalen Zeitalter und der digitalen Jugendkultur auch gerecht wird."

[Die Einblendung "weitere Informationen: www.bmfsfj.de" erscheint.]