"Mein Europa der Zukunft"

Dr. Franziska Giffey diskutiert mit Jugendlichen über Europa

Zum diesjährigen Europatag hat Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey am 9. Mai das Mini-Bilderbuchfestivals „Mein Europa der Zukunft“ in Frankfurt (Oder) besucht und dort mit Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Polen gesprochen. Die Jugendlichen hatten zuvor in gemeinsamen Workshops Ideen zur Zukunft Europas entwickelt. Und konnten sich darüber anschließend direkt mit der Bundesjugendministerin austauschen.

​[Auf einem öffentlichen Platz in Frankfurt Oder bringen Schüler_innen ihre kreativen Ideen mit Bunt- und Filzstiften oder Farbtuben zu Papier. Sie sitzen an einem sehr langen Tisch. Auch Collagen werden gebastelt. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey, Erzieherinnen und Eltern schauen begeistert über die Schultern der Kinder und lassen sich die ausgefallenen Werke von ihnen erklären.]

Europa heißt für mich Frieden, Freiheit, natürlich auch Globalisierung.

Europa bedeutet für mich, frei zu leben, frei meine Meinung äußern zu können.

Der Europatag erinnert an das, was Generationen vor uns erreicht haben: die europäische Einheit, die Zusammenarbeit der europäischen Staaten, die Europäische Union, die allen Reisefreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit und auch vor allen Dingen Demokratie und Frieden ermöglicht. Das zu feiern und auch mit jungen Menschen zu diskutieren ist wichtig. Es ging ja um ernste Themen, es geht um Frieden in Europa, es geht aber auch um Gleichstellungsfragen, womit sie sich auseinandergesetzt haben, und es geht beim Bilderbuchfestival ganz besonders darum, wie man das auch künstlerisch aufnehmen kann.

Wir reden ja über Genderklischees und wir sollten erst welche sammeln und dann sollen wir jetzt eine Figur kreieren, die quasi außerhalb von allen Klischees ist und alle Klischees sozusagen zerstört.

Wir arbeiten gerade an einem Büchlein zur Nachhaltigkeit, zu Europas Umweltplan, so gesehen. Wir probieren eine Anleitung zu gestalten für Europa, wie Europa Nachhaltigkeit umsetzen kann.

​[Vor einem parkenden, bunten Bus steht ein hellbraunes Stoffsofa. Auf ihm haben es sich zwei Schülerinnen gemütlich gemacht, die mithilfe eines Geodreiecks präzise Zeichnungen in ihren Heften anfertigen.]

Frankfurt Oder ist ja Grenzstadt zu Polen. Es gibt eine sehr enge Verbindung zur benachbarten Grenzstadt Słubice, deshalb wird hier eigentlich Internationalität gelebt. Man arbeitet über die Grenzen hinweg und man begegnet sich auch. Auch hier haben die jungen Leute immer wieder betont, wie sie sich wünschen würden, dass sie schon auch ab 16 wählen können und ich finde man muss diesen Wunsch ernst nehmen und ernst nehmen, dass Menschen, die auch noch jünger als 18 sind, sehr wohl an Politik teilnehmen können und auch mitgestalten wollen.

Für die Zukunft Europas wünsche ich mir, dass Frauen mehr präsentiert werden und das gleiche Ansehen wie Männer bekommen.

​[Eine Schülerin schießt im Sitzen ein Selfie mit Dr. Franziska Giffey. Die Stimmung ist trotz frischer Außentemperaturen positiv. Es wird viel gelacht.]

Dass Europa weiter gemeinsam stark bleibt und wirklich zusammen etwas erreicht und die Welt wirklich zusammenbleibt und nicht auseinanderdriftet.