Berufswahl ohne Klischees

Dr. Franziska Giffey besucht Girls'Day und Boys'Day 2019

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat am 28. März beim Girls'Day und beim Boys'Day in Berlin teilgenommen: In den DRK-Kliniken Berlin waren insgesamt mehr als 70 Schüler beim Boys'Day zum Thema Pflege eingeladen. Für 100 Girls'Day-Teilnehmerinnen ging es bei Siemens durch einen Technik-Parcours. Die bundesweiten Aktionstage eröffnen jungen Menschen Berufsperspektiven frei von Geschlechterklischees.

[Freudestrahlend machen drei Teilnehmerinnen des Girls' Day mit Dr. Franziska Giffey ein Selfie. Auf orangenem Hintergrund erscheint darunter die Einblendung "Girls' Day und Boys' Day 2019".] 

Jeder sagt halt, dass Technik und so eher etwas für die Männer sind.

Man sagt ja auch immer Krankenschwester und nicht Krankenbruder. Dann denken ganz viele immer, das sind dann nur Berufe für Frauen.

[Ein Krankenpfleger gibt Teilnehmern des Boys' Day in einem Behandlungsraum der DRK-Kliniken einen Überblick zu den Aufgaben als Pflegekraft. Einem Teilnehmer wird ein Pulsmessgerät an seinem Arm angelegt.]

Also hier haben wir gesehen, dass hier auch ganz viele Frauen waren, weil ich das sonst immer so kannte, dass in solchen Werkstätten eher Männer waren. Aber hier waren auch ganz viele Frauen und das fand ich eben ganz gut.

Ich mache heute beim Boys’ Day mit, weil mich generell alles in der Krankenpflege interessiert und ich gerne anderen Leuten helfen möchte.

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich mal gucken wollte, wie es hier so ist, wie hier gearbeitet wird in der Pflege und ob ich es vielleicht irgendwann auch nochmal machen würde.

[Auf einem Bildschirm ist zu erkennen, wie eine Schweißarbeit an einem Metall durchgeführt wird. Davor sitzt eine Teilnehmerin, die einen Helm mit integrierten Softwarekomponenten trägt. Hierdurch wird dem Mädchen die tatsächliche Situation des Schweißens simuliert.]

Da es diese Klischees gibt - das sei jetzt ein typischer Frauenberuf oder ein typischer Männerberuf - trauen sich manche Frauen auch nicht und sagen: „Eigentlich interessiere ich mich auch für Technik und ich interessiere mich auch mal dafür, irgendetwas zusammenzuschweißen oder so“. Aber dann denken sie sich: „Da sind schon so wenige Frauen. Schaffen die das nicht?“ Oder: „Kann ich das nicht?“ Und das ist, glaube ich, ein Problem, was aber, finde ich, auch immer besser wird, gerade durch diesen Girls’ Day.

Egal was du machst, es wird dir gelingen, wenn du es gerne tust. Und das ist die Botschaft des heutigen Tages und das wollen wir zeigen. Deshalb wollen wir Mädchen ermutigen, auch in einen vielleicht mädchenuntypischen Beruf zu gehen und Jungs umgekehrt ermutigen, auch in einen Beruf zu gehen, der vermeintlich ein Frauenberuf ist. Wir wollen das Signal aussenden: Es gibt den typischen Frauen- und Männerberuf eigentlich nicht. In der Zukunft sollen alle das machen können, was sie am besten können und was sie wirklich gerne wollen.

[Von einem Laptop aus steuern Teilnehmerinnen des Girls' Day einen Roboter, der auf dem Boden umherfährt.]