Demokratieförderung

Dr. Franziska Giffey besucht Chemnitz

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 3. November verschiedene Projekte in Chemnitz besucht, die sich für eine tolerante, weltoffene Stadt einsetzen und sprach mit Opfern rechtsextremer Gewalt. Damit löste sie ihr Versprechen vom August 2018 ein, den Engagierten vor Ort langfristig den Rücken zu stärken. Für das Jahr 2018 hat das Bundesfamilienministerium die Förderung von Demokratiearbeit sowie für zivilgesellschaftliches Engagement erweitert und investiert insgesamt 3,2 Millionen Euro - ein Niveau, das 2019 beibehalten werden soll.

[Das Karl-Marx-Monument ist zu sehen. Es herrscht viel Bewegung in einer Fußgängerzone.]

Für mich war klar, dass es nicht bei einem Besuch nach den Ereignissen in dieser schwierigen Lage bleiben kann, sondern dass wir uns Gedanken machen müssen darüber, was passiert wenn die große Aufmerksamkeit hier in Chemnitz weg ist. Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir Räume schaffen für Begegnung, für Dialog, für miteinander reden.

Es gibt sehr viele Menschen, die sich jetzt positionieren, die jetzt aktiv werden wollen, dass die jetzt nach Projekten suchen, die sie umsetzen können, denen es jetzt ein großes Bedürfnis ist, sich zu engagieren und genau die Leute wollen wir unterstützen.

[In einem Konferenzsaal kommen wichtige Vertreter_innen von Organisationen für die Förderung von Demokratie zusammen und beraten einander.]

Wir hatten uns nach den Ereignissen relativ schnell mit Unternehmen aus der Kreativwirtschaft zusammengeschlossen und haben dann diese Aktion „Chemnitz ist weder grau noch braun“ ins Leben gerufen. Wir sind für Toleranz und für Weltoffenheit und gegen Gewalt.

Wir haben jetzt 41 Organisationen in der Stadt, die wir unterstützen und wir wollen dieses Engagement auch ausbauen. Wir geben in diesem Jahr über 3,2 Millionen Euro von Seiten des Bundesfamilienministeriums. Wir waren hier in der Opferberatung in Chemnitz und haben mit Menschen gesprochen, die anderen helfen, die angegriffen worden sind. Ich habe mit Flüchtlingen gesprochen, die selbst Opfer von rassistischen Attacken geworden sind, die dadurch auch wirklich schwer verunsichert sind. Chemnitz ist mehr als die Summe seiner Probleme und Chemnitz ist auch mehr als die Bilder, die die letzten Wochen und Monate in der Öffentlichkeit prägten und hier über Kunst und Kultur die Stadtgesellschaft auch stark zu machen, ist glaub ich ein ganz wichtiges Signal und deshalb kann es an dieser Stelle nicht genug Kunst und Kultur geben und deshalb ist es gut, dass wir von Bundesseite das auch fördern.