Politik für, mit und von Jugendlichen

Dr. Franziska Giffey bei den JugendPolitikTagen 2019

Wie sieht eine jugendgerechte Politik aus Sicht junger Menschen aus? Diese Frage steht im Mittelpunkt der JugendPolitikTage 2019, die Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey am 10. Mai in Berlin eröffnet hat. Noch bis zum 12. Mai diskutieren 450 junge Erwachsene aus ganz Deutschland zu Themen, die ihnen wichtig sind. Ihre Impulse und Empfehlungen sollen in die gemeinsame Jugendstrategie der Bundesregierung einfließen.

​[Gespannt sitzen hunderte Jugendliche vor einer noch leeren Tribüne. Sie schauen auf bunt gestaltete Stellwände, die einen ersten Eindruck vom Thema der Veranstaltung zulassen. Der in rot auf weiß gedruckte Titel Jugendpolitiktage 2019 wird von passenden Wörtern wie Mut, Demokratie oder Freiheit flankiert.]

Mir ist es besonders wichtig, hier zu sein, weil ich weiß, dass das, was in der Zukunft passiert, mich betreffen wird und zwar allgegenwärtig. Und deswegen will ich mich hier einbringen und dafür sorgen, dass meine Zukunft gut wird und dass ich mit meiner Zukunft zufrieden bin. 

Es geht darum, mit über 400 Menschen aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen – über Politik, über die Dinge, die ihnen wichtig sind, über das, was sie verändert haben wollen und wie junge Menschen auch stärker in Politik zu beteiligen sind. Und es geht darum, zuzuhören, was junge Menschen sich wünschen, und das auch zu überführen in das, was wir im Ministerium tun mit anderen Ministerien zusammen. Wir wollen eine Bundesjugendstrategie, an der die Jugend auch wirklich mitspricht und mitbeteiligt ist.

​[Ein in Würfelform gepolstertes Mikrofon wird während der Podiumsdiskussion von einer Moderatorin ins Publikum geworfen. So können die Jugendlichen ihre Fragen an Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey stellen, die sich daraufhin ins Publikum zu den Fragenstellenden setzt und ausführlich antwortet.]

Ich finde, gerade wir jungen Menschen haben eine Verantwortung gegenüber uns selbst und auch der Zukunft, dass wir uns dafür einsetzen, dass sich unsere Welt verändert, dass wir auch mehr Rechte bekommen und dass wir auch mehr agieren können in der Gesellschaft.

Und auch Themen wie Naturschutz, das hört nicht einfach an Grenzen auf. Das muss global gedacht werden, das muss europäisch gedacht werden, weil ein Land ist einfach zu wenig.

​[Rote und weiße Stimmzettel werden in die Höhe gehalten. Das Ergebnis ist ausgeglichen.]

Also mir ist soziale Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, Integration und Klimaschutz wichtig – ich glaube, das muss man zusammen denken. Denn nur, wenn wir besser miteinander und mit unserer Natur umgehen, können wir die Welt anders gestalten und besser in die Zukunft starten.

Und ganz wichtig, glaube ich, ist, dass hier viele Leute sind, die sich für mehr interessieren als nur für sich selbst. Die sagen: Ich mach das hier, ich bring mich ein, ich mache mit und ich leiste meinen Teil dazu, dass dieses Land gelingen kann! – Wenn wir mit diesem Geist auch Zukunft gestalten, dann ist schon sehr viel geholfen.