30 Jahre Mauerfall

Dr. Franziska Giffey auf Sommertour - Tag 3

Der dritte Tag ihrer Sommertour führte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey nach Halle, wo sie den "Gute-KiTa-Vertrag" mit Sachsen-Anhalt unterzeichnete. Beim anschließenden Kita-Besuch kam sie mit Erziehungsfachkräften ins Gespräch. In der Justizvollzugsanstalt Rosdorf informierte sich die Bundesfamilienministerin über ein Präventionsprojekt für junge Inhaftierte. Die letzte Station der Sommertour war die "Kinderfreundliche Kommune" Wolfsburg.

[Bundesfamilienministerin Dr.Franziska Giffey steht mit anderen Menschen vor der Kamera und wird fotografiert.

Einblendung: #30JahreMauerfall, Franziska Giffey auf Sommertour; Erster Stopp: Halle (Saale)

Frau Giffey spricht in der Kita durch das Mikrofon.]

Wir haben heute, hier in Sachsen-Anhalt, den Vertrag für die Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes hier vor Ort im Land unterschrieben. 140 Millionen Euro gehen in den nächsten vier Jahren, bis 2022, nach Sachsen-Anhalt, um die Qualität in den Kitas zu verbessern, aber auch um Eltern bei den Gebühren ein Stück weit zu entlasten.

[Die Ministerin unterzeichnet den Vertrag des Gute-Kita-Gesetzes.

Einblendung: Gute Kinderbetreuung in Ost und West.

Kinder spielen auf einem Spielplatz.]

Ich fühle mich einfach wohl. Was besser sein könnte, wäre wirklich der Personalschlüssel, sodass wir mehr Erzieher für die Kinder haben. Ansonsten ist alles super.

[Frau Giffey unterhält sich in einer größeren Runde mit Erziehern und Erzieherinnen. Anschließend kommen Kinder und Erwachsene in einer lockeren Runde zusammen, in der musiziert wird.]

Es geht darum, in Fachkräfte zu investieren, in mehr Personal, in die Kitas und auch in die Qualifizierung. Denn den Betreuungsschlüssel zu verbessern gelingt nur, wenn auch Menschen da sind, die es machen.

[Kinder singen und spielen auf Instrumenten.]

Es ist das schönste, wenn dir ein Kind entgegenkommt und dir Sachen erzählt, die du ihm beigebracht hast oder was wir letztens zusammen gesungen haben, und das dann in das Spiel einbindet. Das zu sehen, ist am schönsten.

Wenn ich zur Arbeit gehe und von allen Kindern begrüßt werde, und sie drücken und herzen mich, dann weiß ich, dass ich das Richtige mache.

[Nächster Stopp: Rosdorf

Die Ministerin wird von einer Delegation durch das Gefängnis begleitet.]

Hier geht es darum, jungen Gefangenen, die Gefahr laufen in Extremismus oder vielleicht sogar auch in Salafismus abzugleiten, Gespräche anzubieten. Darum, dass Präventionsarbeit geleistet wird und dass in diesem Fall junge Männer von der schiefen Bahn und von der Gefahr, sich zu radikalisieren abgebracht werden.

Es wird präventiv gearbeitet, aber es wird auch deradikalisiert. Es werden verschiedene Einzelmaßnahmen angeboten.

[Einblendung: Jugendliche vor Radikalisierung schützen.]

Wenn jemand hier fünf Jahre seines Lebens verbringt, dann müssen diese irgendwie gestaltet werden. Dann muss dafür gesorgt werden, dass derjenige der hier ist, diese Zeit nutzt und sich auch auf das Leben danach vorbereitet.

[Menschen sitzen in einer Gesprächsrunde zusammen und hören einander zu.]

Das Entscheidende ist tatsächlich die Vorbildfunktion. Das heißt, die Mitarbeiter haben einen Migrationshintergrund. Teilweise haben sie auch einen ähnlichen Weg hinter sich. Sie waren entweder auch inhaftiert oder hatten mit bestimmten, ähnlichen Problemen zu tun. Ich glaube, das ist der entscheidende Unterschied.

Dieses Projekt, das Violence Prevention Network, also das Präventionsnetzwerk gegen Gewalt, leistet gegen Radikalisierung einen ganz wichtigen Beitrag.

[Nächster Stopp: Wolfsburg

Frau Giffey sitzt im Kinderrechtebus am Steuer. Davor großes Getümmel mit vielen Menschen.]

Heute hat Wolfsburg die Siegelverlängerung als kinderfreundliche Kommune in Deutschland bekommen. Wir sind mit dem Kinderrechtebus hier, der im Moment durch Deutschland tourt und über Kinderrechte aufklärt. Er informiert Kinder, Erwachsene und Eltern, wie wichtig Kinderrechte sind und was sie sind.

Die Kinderrechte werden in diesem Jahr 30 Jahre alt. Aus meiner Sicht ist extrem wichtig, dass wir bei den Kindern anfangen, um überhaupt eine zukunftsfähige, gute Gesellschaft, eine gute Welt zu schaffen. Wenn wir nicht mit den Kindern anfangen, dann haben wir keine Chance. Wir sehen, dass wenn wir Kinder stärken und die Beteiligung von Kindern voranbringen, dass dann die Welt für uns alle, einschließlich der Erwachsenen, besser wird.

[Einblendung: Kinderfreundliche Kommune, starke Kinderrechte]

[Kinderrechte sind] wichtig, da nicht alle Kinder auf der Welt die Möglichkeit haben alle Rechte auszuschöpfen, zum Beispiel das Recht auf Bildung. In vielen Regionen herrscht Krieg. Oder Möglichkeit eine Schule zu besuchen: Sie ist entweder viel zu weit weg oder es gibt die Möglichkeit gar nicht.

[Franziska Giffey spricht in das Mikrofon.]

Wir haben hier eine tolle, engagierte Community mit vielen Kindern getroffen, die sehr gut Bescheid wissen und sich auch richtig am Stadtgeschehen beteiligen. Das ist große Klasse.