Berufswahl ohne Klischees

Dr. Franziska Giffey auf der 2. Fachtagung der Initiative Klischeefrei

Rund 200 Partnerinnen und Partner engagieren sich in der Initiative Klischeefrei für eine Berufswahl ohne Geschlechterklischees. In Berlin eröffnete Dr. Franziska Giffey am 21. Mai die 2. Fachtagung der Initiative. Am Abend zuvor hatte sie den Partnerinnen und Partnern der Initiative bei einer Abendveranstaltung für ihren Einsatz gedankt.

​[Wichtige Akteur_innen der Initative Klischeefrei haben sich mit der Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey sowie dem Arbeitsminister Hubertus Heil vor einer mit graphisch abstrakten Elementen versehenen bunten Wand für ein Gruppenfoto eingefunden. Die in der Mitte stehende Bundesjugendministerin hält ein für die Danksagung angefertigtes orange-weiß Schild mit der Schlagzeile "Wir machen mit!" in die Kamera.]

Klischeefreie Berufswahl fängt ja eben bei den Wurzeln an. Also das würde ja anfangen bei klischeefreier Erziehung - in Kita und Schule ein klischeefreies Umfeld zu kreieren. Wir wollen eine vielfältige Bildungslandschaft. Und dazu ist es total wichtig, den Mensch zu erkennen und Talente zu fördern und Stigmatisierungen zu überwinden.

Die Initiative unterstützt uns natürlich durch das Einladen hier auf die Netzwerktreffen. Das hat eine hohe Wichtigkeit und die Funktion sich auszutauschen, wie das andere Länder und Institutionen machen. Das finde ich sehr wichtig.

​[Dr. Franziska Giffey eröffnet auf einer Bühne mit ihrer Rede die 2. Fachtagung der Initiative Klischeefrei. Die Rückwand ist in einem orange-weißen Farbkonzept gehalten. In einem Halbkreis sind davor bereits Stühle für eine spätere Podiumsdiskussion angeordnet. Das Publikum verfolgt die Skizzierung des Tagungsprogramms.]

Wir als Bundesjugendministerium setzen uns gemeinsam mit ganz vielen Partnern dafür ein, dass wir Jungen und Mädchen ermöglichen, eine Berufswahl zu tätigen - frei von Klischees, frei von Vorurteilen und Stereotypen. Die Botschaft geht aus: Mache, was du möchtest, mache das, was dir wirklich Freude macht, was deinem Talent entspricht. Es sind fast 200 Partner inzwischen an Bord aus dem Handwerk, aus der Wirtschaft, von Verbänden, von Schulen, Lehrerbildungseinrichtungen, die sich dafür stark machen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Männer wunderbare Erzieher und Grundschullehrer sein können und umgekehrt Frauen in den MINT-Berufen arbeiten können. Diese Ziele verfolgt Klischeefrei. Menschen müssen wissen, was geht. Das ist wirklich etwas, das ganz notwendig ist. Und die Initiative Klischeefrei hat ja schon viel auf den Weg gebracht, insbesondere online und digital Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. Und die Initiative erweckt die Aufmerksamkeit und bringt vielleicht noch einmal neue Ideen in die Köpfe von jungen Menschen und auch ihren Eltern.

Welche Strategie braucht man in Betrieben, in Verwaltung, in der Gesellschaft, um diesem Ziel nahe zu kommen. Das heißt, diese Aktion Klischeefrei ist nicht nur etwas, das Öffentlichkeit schafft, sondern es ist Netzwerkarbeit. Es geht darum, Bewusstsein zu schaffen, aber auch konkrete Strategien zu entwickeln, dass wir da besser werden als Gesellschaft, als Wirtschaft, als Staat. Und deshalb ist das eine gute Initiative, die ein besseres Land mit sich bringt.