40 Jahre Frauenrechtskonvention

Dialog- und Jubiläumsveranstaltung für Frauenrechte

"Wir haben viel erreicht in puncto Gleichstellung, aber es gibt noch ein paar Punkte, die offen sind", sagte Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey am 27. November bei der Fachkonferenz "Mit Recht zur Gleichstellung" in Berlin. Anlass waren zwei Jubiläen: 40 Jahre UN-Frauenrechtskonvention und 25 Jahre Weltfrauenkonferenz von Peking. Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu mehreren internationalen Konferenzen in 2020, um Frauenrechte bekannter zu machen.

[Einblendung: 40 Jahre UN-Frauenrechtskonvention

Es ist das Gebäude der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in einem abendlichen Ambiente zu sehen, dann eine große Gruppe von Frauen in einem Saal. Sie tragen Schilder und Banner mit Aufschriften wie „Mit Recht zur Gleichberechtigung!“.

Einblendung: 25 Jahre Weltfrauenkonferenz Peking

Einblendung: Viel erreicht – noch viel zu tun.

Mehrere Frauen sitzen auf einer Bühne und führen eine Podiumsdiskussion.]

Wir haben viel erreicht in Sachen Gleichstellung, aber natürlich gibt es auch noch ein paar Punkte, die offen sind. Wir haben nach wie vor die Lohnlücke, die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen. Wir haben eine Situation, in der Frauen nicht gleichermaßen an Führungspositionen teilhaben können und auch Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nach wie vor, in erster Linie, auch ein Thema für die Frauen. Heute sind 40 Jahre Frauenrechtskonvention gefeiert worden mit vielen Menschen, die sich seit Jahren engagieren für dieses Thema.

[Die Familienministerin und andere Frauen sprechen auf der Bühne, das Publikum hört aufmerksam zu.]

Die Gleichstellung von Mann und Frau in Frankreich ist für den Staatspräsidenten ein Hauptanliegen, das er eine „Grande Cause nationale“ genannt hat. Ich glaube wir können sehr viel voneinander lernen in beiden Ländern und das ist der Grund, warum wir uns so intensiv austauschen, auf allen Ebenen: Zwischen den Abgeordneten, zwischen den Ministerien und durch Veranstaltungen wie heute zum Beispiel.

[Es wird auf eine Tafel geschrieben und gezeichnet. Darauf sind schon Illustrationen mit Schlagwörtern wie „Gerechtigkeit“ und „Gleichstellung“ zu sehen. Man sieht Anne-Marie Descôtes auf dem Podium durch das Mikrofon sprechen.]

Ich glaube es ist wichtig, dass alle Frauen in Deutschland ihre Rechte aus der Frauenrechtskonvention kennen, dass alle Behörden wissen, dass sie diese Rechte verwirklichen müssen und dass die Gerichte Frauen helfen, diese Rechte auch zu verwirklichen. Wir kriegen das hin, indem wir das Wissen über die Frauenrechtskonvention verbreiten, indem wir ganz gezielt die Berufsgruppen fortbilden, ob das nun die Richter und die Richterinnen sind oder ob das die Kommunalverwaltung ist. Ich glaube, wir brauchen ein Verständnis dafür in der gesamten Gesellschaft, dass es bei Frauenrechten um Menschenrechte geht und das heißt, dass es für alle Menschen wichtig ist.

[Man sieht den Veranstaltungsraum von oben. Im Raum sind Stehtische zu sehen, an denen die Gäste speisen und sich unterhalten.]

Ich finde diesen Satz: Ein Recht ist nur so gut, wie es bekannt ist, das ist ein ganz wichtiger Satz. Das Bewusstsein darüber, was Frauenrechte sind und wie es zu den Frauenrechten, die wir jetzt schon fest verankert haben, kam – das ist ganz wichtig, damit wir auf keinen Fall zurückgehen, sondern dass es weiter gemeinsam voran geht.