Sonderpreis DemografieGestalter 2018

Daheim statt im Heim! in Langenfeld

Dr. Franziska Giffey hat am 04. Juni fünf Mehrgenerationenhäuser als "DemografieGestalter 2018" ausgezeichnet. Das Projekt "Daheim statt im Heim!" des Mehrgenerationenhauses Dorflinde in Langenfeld wurde mit dem Sonderpreis ausgezeichnet, da durch das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern eine Strukturschwäche in der Region kompensiert werden konnte.

Insgesamt bringen 540 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland Alt und Jung zusammen, bieten Beratung in allen Lebenslagen und nachbarschaftliche Hilfe. 

[Es erscheint die Einblendung "Mehrgenerationenhaus-Preis - Demografie Gestalter 2018".]

Christine Halbrichter

Das Projekt "Daheim statt im Heim" ist ein kleiner Teil unserer Sachen, die wir eben als Angebote haben. Das sind die Helferkreise.

Monika von Dobschütz

Das Ziel ist, dass wir einfach daheim bleiben können, solange wie es geht.

Petra Huprich

Da haben wir eben niederschwellig hier angefangen mit Besuchsdienst, mit Nachbarschaftshilfen, dass man eben Unterstützung kriegt in seinem Garten zum Beispiel oder mit Fahrdiensten.

[Eine freiwillig Engagierte hilft einer Seniorin im Haushalt.]

Christine Halbrichter

Hier werden Ehrenamtliche, Ausgebildete nach Hause geschickt zu den zu Betreuenden oder neu jetzt auch, haushaltsnahe Dienstleistungen. Das heißt, die Pflegenden werden mit einbezogen oder betreut, sodass die Angehörigen einfach mal zwei, drei Stunden Luft haben.

[Eine freiwillig Engagierte trägt Kisten zu einem Auto und fährt zu einer pflegebedürftigen Person.]

Stefanie Langmann

Das ist einfach genial. Zu mir sind Leute nach Hause gekommen und die haben dann meine Eltern betreut in der Zeit und ich konnte dann frei haben beziehungsweise Entlastung erfahren.

[Eine freiwillig Engagierte wird von einer Seniorin zu Hause begrüßt, sie unterhalten sich.]

Reinhard Streng

Wir sind ein strukturschwacher Raum mit besonderem Handlungsbedarf. In diesem Bereich sind wir mit Sicherheit eine Gemeinde, die es geschafft hat, Zug um Zug einen roten Faden zu spinnen, der das Ziel hat, jeder, von Geburt bis zum Tode, soll möglichst alles, was man zum Leben braucht, um vor Ort gut leben zu können, auch vor Ort finden. Und das ist ein sehr hoher Anspruch.

[Der Bürgermeister und Senioren und Seniorinnen schauen sich Fotos vom Werdegang des Projekts an einer Pinnwand an. Freiwillig Engagierte gehen zusammen walken.]

Christine Halbrichter

Wir waren ja schon bei 960, oder noch weniger Einwohnern und dann auf einmal, wo die ganzen Projekte entstanden sind, seitdem ist Wachstum.

[Der Bürgermeister besucht ein Treffen des Projekts. Senioren und Seniorinnen stricken.]

Der Mensch macht den Unterschied. Da bin ich ganz fest davon überzeugt. Und wenn wir auf irgendetwas stolz sein können, dann in erster Linie darauf, dass es uns bisher gut gelungen ist, immer wieder Menschen zu begeistern, sich in ihrer Heimatgemeinde miteinzubringen.

[Ältere Menschen mit und ohne Behinderung sitzen am Tisch, trinken Kaffee und Bier und unterhalten sich fröhlich.]

Fatima Korensky

Und man sagt immer, man gibt und man bekommt es auch wieder zurück. Ich hoffe doch in der Tat, dass irgendwann einmal jemand da ist, der mir auch dann unter die Arme greift.

[Man sieht die Einblendung "Herzlichen Glückwunsch zum DemografieGestalter 2018!" und das Logo des BMFSFJ.]