Mütter mit Migrationshintergrund

Bundesprogramm "Stark im Beruf" wird fortgesetzt

Am 4. März haben Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die gleichzeitig die zweite Förderphase des Bundesprogramms "Stark im Beruf" einleitet. Ziel des Programms ist es, Mütter mit Migrationshintergrund beim erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Das Programm wird durch das Bundesfamilienministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

?[Vor einer gelben Wand mit der Aufschrift "Stark im Beruf" spannen Frauen zusammen mit Dr. Franziska Giffey demonstrativ die Arme an.]

Dr. Franziska Giffey

Wir haben heute die neue Förderphase für unser Bundesprogramm "Stark im Beruf" für Mütter mit Migrationshintergrund gestartet. Wir haben eine Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und haben gemeinsam die Kooperationsvereinbarung bis 2022 unterzeichnet.

Zehra Özdemir

In der ersten Förderrunde haben wir 73% der Mütter der Schüler*innen in Vollzeitbeschäftigung gebracht.

Detlef Scheele

Dass eben auch Migrantinnen Migranten beraten, das hat natürlich eine andere Glaubwürdigkeit, als wenn das jemand anders tut und wenn sozusagen nur die Berufsausbildung die Grundlage der Beratung ist.

?[Teilnehmer_innen des Programms "Stark im Beruf" berichten der Bundesfamilienministerin von ihren Erfahrungen. Sie sitzen am Tisch in einem hellen Raum, der ein Büro in einem Krankenhaus darstellen könnte. Die Kulisse setzt sich aus anatomischen Modellen und einem großen Aufsteller zum Programm zusammen.]

Nancy Deck]

Das Projekt ist für mich richtig gut.

Zehra Özdemir

Das sind Diamanten, ungeschliffene Diamanten, unsere Frauen. Die bringen Lebenserfahrung mit. Wir haben Frauen mit Migrationshintergrund, die übernehmen sehr viel Verantwortung.

Safaabou Zaken

Ich war in Syrien Jurastudentin, und hier kann ich nicht in diese Richtung gehen. Das ist wirklich schwer mit der Sprache und so. Deswegen möchte ich meinen Beruf ändern und sie haben gezeigt, was ich machen kann, was möglich ist.

?[Noch einmal posiert eine Frau vor dem orangegelben Aufsteller. Nun ist auch die vereinfachte Darstellung zweier muskulöser Oberarme zu erkennen, die den Bizeps anspannen. Die Frau hat sich so aufgestellt, dass sie zwischen den Zeichnungen der Arme zu sehen ist, damit es scheint, als würde sie ihre Arme zur Pose verschränken.]

Dr. Franziska Giffey

Ihr könnt das! Frauen können alles! Und wenn sie es nicht können, dann müssen wir dafür sorgen, dass sie es können. Das heißt, wir müssen die Rahmenbedingungen verbessern. Und das heißt zum Beispiel solche Programme wie "Stark im Beruf" mit 90 Orten in Deutschland fördern, die den Frauen unter die Arme greifen, die ihnen Rückenwind geben, die ihnen zeigen, wie es geht und die auch manchmal mitgehen und Sprache und all das vermitteln, was es braucht, damit man eben dann auf eigenen Beinen stehen kann und im Beruf steht. Dazu wollen wir Frauen ermutigen und bestärken.