Mehrgenerationenhäuser

Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus: Der Film zum Programm

Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte, an denen Menschen verschiedener Generationen zusammenkommen. Erfahren Sie mehr über die rund 540 Häuser in ganz Deutschland mit ihren über 60.000 Nutzerinnen und Nutzern pro Tag und ihren mehr als 33.000 freiwillig Engagierten.

Mehrgenerationenhäuser sind Häuser, in denen verschiedene Genrationen zusammen kommen. Es sind Treffpunkte, Orte, an denen Menschen sich begegnen, gemeinsam miteinander reden, zusammen lernen. Und Menschen, die sich sonst nie treffen würden, zusammenkommen.

​[Mitglieder des Mehrgenerationenprogramms singen und tanzen oder sitzen vor einem Computer zusammen.]

Das Mehrgenerationenhaus – der Begriff wird oft noch falsch verstanden. „Ach, es gibt ein Mehrgenerationenhaus. Wo wohnen denn die alten Leute da?“ und dann sag ich: nein, das ist kein Wohnprojekt, sondern wir bieten Seminare, offene Treffs und so weiter an.

Eine Tanz AG gibt es hier, es gibt Kunstkurse, Backen und das macht schon Spaß.

Ich mache hier mit, weil ich da unter Leute bin und weil es großen Spaß und viel Freude macht.

Alte Menschen, junge Menschen, das finde ich eigentlich das Schöne daran, dass nicht die Gruppen parallel hier Gast sind, sondern, dass die miteinander hier Gast sind.

​[Kinder stehen mit älteren sitzenden Personen gemeinsam an einer Tafel. Sie halten Liedtexte vor sich, die sie gemeinsam vortragen.]

Hier pulst sozusagen das Leben der Generationen.

Ich finde es sehr gut, da die ältere Generation natürlich Sachen weiß, die man selber nicht weiß und man ihnen so auch etwas weitergeben kann oder auch von ihnen was erfahren kann.

In den über 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland sind über 30.000 Ehrenamtliche unterwegs, die also mithelfen, die verschiedenen Angebote ins Leben zu rufen.

Die Ehrenamtlichen sind bei uns ganz wichtig. Ohne dieses Ehrenamt könnten wir das gar nicht alles stemmen.

​[Lachende Kinder fahren mit Fahrrädern auf einem Hof umher.]

Man sagt immer: man gibt und man bekommt es auch wieder zurück.

Ich helfe anderen auch sehr gerne. Das macht mir Spaß.

Ich finde es gut, wenn wir den Aspekt der Integration durch Normalität tatsächlich als Konzept betrachten. Es geht nicht darum, dass nur eine bestimmte Gruppe sich hier trifft, sondern es geht eigentlich darum, dass Menschen, die sagen, ich will nicht allein sein, ich will mit anderen in Kontakt kommen, ich will eine gute Zeit verbringen, dass die den Ort und den Raum dafür finden. Egal, wo sie herkommen oder die Wiege ihrer Eltern stand.

Hier werden Schranken abgebaut zu anderen Konfessionen. Hier werden Schranken abgebaut zu anderen Menschen, zu anderen Hautfarben und das ist ganz, ganz wichtig für uns hier in der Kommune. Das nimmt die ganzen Spannungen, die vielleicht in dem Thema mitschwingen, ein gutes Stück weit raus.

Das Mehrgenerationenhaus leistet eine ganz wichtige Zusatzrolle, die eine Gemeinde, glaube ich, nicht leisten kann. Wir haben ein ganz breites Spektrum an jungen Familien, aber natürlich auch älteren Menschen und darum ist ja das Mehrgenerationenhaus an sich so wichtig. Dass man mit allen Generationen in Verbindung treten kann.

​[Eine Mutter rutscht mit ihrem Kind auf dem Schoß eine Rutsche hinunter. Eine andere stößt ihr Kind behutsam zum Schaukeln an.]

Inklusion bedeutet für uns, dass alle Leute mit einbezogen werden, dass sie sich willkommen fühlen und dass sie teilhaben sollen. Unser Ziel ist, dass unser Ort für alle Menschen lebenswert ist.

Wir sind Teil dieser Gesellschaft, wir werden Teil dieser alternden Gesellschaft sein. Und wenn wir heute nicht mit Zeit und Ruhe kluge Konzepte für kleine Gemeinden entwickeln, dann wird es sie nicht geben, auch dann nicht, wenn wir sie selber brauchen. Insofern ist das ein Dreh- und Angelpunkt, den Menschen das Leben trotz demographischen Wandels zu erleichtern.

Das Bundesprogramm läuft ja bis 2020, aber für uns ist klar: diese Aufgabe und dieses Konzept wird nicht 2020 enden, sondern das ist ein Erfolgsmodell, das ist das, was wirklich vor Ort greift und funktioniert. Das Konzept dieser bunten Häuser, die so bunt sind von der Themenvielfalt, wie auch von den Menschen, die dort hingehen, das geht einfach auf. Und das ist ein großer Erfolg.

​[Menschen spielen, lachen und tanzen im Mehrgenerationenhaus. Sie sind sichtlich glücklich und erfreuen sich an gemeinsamen Aktivitäten.]