Besuch in Sachsen

Bundesprogramm "Demokratie leben!" entfristet

IKPL-Kinder? Das sind Kinder, die der Maxime folgen „Ich kann Problem lösen!".

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey traf sie in Pirna. Der Verein Aktion Zivilcourage e.V. bietet dort Workshops an Schulen an, um schon den Kleinsten ein Demokratieverständnis zu vermitteln. Der Verein profitiert, wie viele andere, von der Entfristung des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und kann seine Arbeit nun langfristig und nachhaltig ausbauen.



[Es erscheinen die Einblendungen "Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in Sachsen", "Prävention und Engagement brauchen feste Strukturen", "Das Bundesprogramm 'Demokratie leben!' wird jetzt entfristet" und "„Aktion Zivilcourage“ im AWO Hort, Pirna". Dazu sind Eindrücke der Stadt Dresden und der Stadt Pirna, Bilder von mit der Ministerin spielenden Kindern und von einer Diskussionsrunde zu sehen. Die Ministerin spricht.]

Wir sind hier heute in einer Grundschule in Pirna und wir haben heute gesprochen mit Kindern, die hier in die Grundschule gehen und die sich dafür einsetzen, Lösungen zu finden, wenn Kinder zum Beispiel auch mal Streit haben oder ein Problem haben. Und das sind die Anfänge dafür, dass ganz junge Menschen sich schon engagieren für ein friedliches Zusammenleben und letztendlich für Demokratie.

[Das Eingangsschild der Grundschule 'Gotthold Ephraim Lessing'. Frau Giffey schüttelt mehreren Kindern die Hand.]

Also für mich beginnt eine gute Demokratieerziehung wirklich auch im jüngsten Alter. Vor allem durch den Bereich der Sozialkompetenzen. Wenn ich dort schon gelernt habe, mich auf andere Menschen einzulassen, beispielsweise Gefühle zu erkennen und auch offen in einen Konflikt oder strittige Situation reinzugehen, habe ich einfach eine viel größere Bandbreite, später Lösungen zu finden, auch verschiedenste, und nicht immer nur einen Weg zu verfolgen. Und das ist für mich auch eine Grundkompetenz, die man auch in einer Demokratie braucht.

[Kinder sprechen mit der Ministerin. Ein Kind lacht ausgelassen.]

In den Osterferien hatten wir die „Aktion Zivilcourage“ hier mit dem Projekt „couragierte Kinder“. Und wir haben den Kindern gezeigt, wie sie selbst auf ihre Gefühle hören können, dass ihre Meinung zählt, dass jeder anders ist aber jeder richtig und wichtig ist, so wie er ist und haben gelernt, wie man Probleme gut lösen kann, gemeinsam gut lösen kann.

[An der Tafel ist geschrieben: "Lösungsfinder. IKPL-Kinder."]

Zum Beispiel, wenn mit der Rutsche, wenn ich jetzt rutschen wöllte, dann würd ich nachdenken. Ich würd einfach fragen, ob der Junge nicht mal kurz, schnell runter gehen kann und ich dann nochmal schnell rutschen könnte.
[Es ist eine Tasse mit der Aufschrift "Demokratie leben!" zu sehen]

Wir haben nämlich vom Bundesministerium ein Förderprogramm, das heißt „Demokratie leben!“. Und dieses Programm ist mit über 100 Millionen im Jahr ausgestattet und das sollte eigentlich im nächsten Jahr auslaufen. Und wir haben uns entschieden, dass es sehr, sehr wichtig ist, dass das Programm „Demokratie leben!“ verstetigt wird und weiter gehen kann.

[Man sieht die Ministerin, die vor vielen Fotografen ein Statement abgibt. In dieser Rede entfristet Frau Giffey das Bundesprogramm. Jemand nimmt ein Foto mit dem Smartphone auf.]

Und die Entfristung des Bundesprogramms dient dazu, dass wir langfristig und nachhaltig arbeiten können. Und gerade dieses Nachhaltige ist mir persönlich besonders wichtig, um gesellschaftliche Phänomene zu bearbeiten. Es ist Quatsch, das innerhalb eines Jahres zu machen. Die Prävention ist halt eine Daueraufgabe, die braucht es eben auch im Bereich des gesellschaftlichen Miteinanders - und da ist es gut und richtig, dass Programme, die für das gesellschaftliche Miteinander oder für das Miteinander in der Gesellschaft da sind, dass die eben auch langfristig angelegt sind.

[Mehrere Akteure sprechen über das Bundesprogramm. Ein Journalist macht sich Notizen. Ein Aushang kündigt ein "Saurierfrühstück" an.]

Und deshalb haben wir es entfristet. Es wird also länger gehen als bis Ende 2019 und damit können wir ganz, ganz viele engagierte Akteure aus der Zivilgesellschaft, die sagen, wir wollen uns für Demokratie in Deutschland einsetzen, auch weiter fördern, auch nach 2019. Und das mit über 100 Millionen im Jahr. Und das ist ein gutes Signal. Und das haben wir heute hier in Pirna bekannt gegeben.

[Frau Giffey unterhält sich nach dem Termin noch mit den Menschen vor Ort. Kinder winken in die Kamera. Es erscheinen die Einblendungen "Weiter nach Dresden" und " Nachbarschaftsfest zum „Tag der Nachbarn“, Dresden".]

Wir feiern heute den Tag der Nachbarn und wir haben bundesweit mehr als 1.000 Feste, Nachbarschaftsfeste, Zusammenkünfte, kleine, von Nachbarn - das hier ist einer davon. Und Frau Giffey wollte uns besuchen, um mit uns Brot zu backen und die Kinder kennenzulernen und einfach die Nachbarschaft zu treffen. Und stellvertretend quasi für die tausend Feste, die heute deutschlandweit stattfinden, ein Fest besuchen.

[Frau Giffey backt mit Kindern Brot. Es erscheint die Einblendung "Weitere Informationen auf bmfsfj.de"]