Tanzdemo "One Billion Rising" 2020

Aufstehen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

"Gewalt an Frauen geht uns alle an", sagt Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey in ihrem Grußwort zum weltweiten Aktionstag "One Billion Rising". Die Kampagne bringt seit 2012 am 14. Februar Menschen zusammen, die gemeinsam tanzend das Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen fordern. Um Frauen in Notlagen zu unterstützen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, hat das Bundesfamilienministerium die bundesweite Kampagne "Stärker als Gewalt" gestartet.

[Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey steht vor ihrem Bürotisch. Ihr Blick richtet sich an die Kamera.]


Hallo, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter von One Billion Rising!
Ich freue mich, dass Ihr heute hier seid. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit vielen anderen Menschen ein klares Signal senden: Wir stehen auf gegen Gewalt an Mädchen und Frauen! In Berlin, in Deutschland und in bis zu 190 Ländern auf der ganzen Welt. Denn Gewalt an Frauen geht alle an. Und es wird sich nur etwas ändern, wenn wir alle etwas dafür tun. In den vergangenen Jahren ist schon vieles passiert, um Frauen und Ihre Kinder besser vor Gewalt zu schützen. Wir haben hier im Bundesfrauenministerium ein Bundesförderprogramm ins Leben gerufen, damit Frauen in Notsituationen die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Dazu gehört auch unsere Initiative „Stärker als Gewalt“. Auf der Webseite stärker-als-gewalt.de haben wir erstmals zahlreiche Hilfe- und Unterstützungsangebote gebündelt. Ihr erfahrt dort, welche Formen von Gewalt es gibt. Und vor allem was Ihr tun könnt, wenn Euch etwas auffällt im Bekanntenkreis oder der Nachbarschaft. Wie kann ich einer Frau helfen, die Gewalt erlebt?  Wo bekommen Betroffene oder Angehörige Unterstützung? Welche Hilfsangebote gibt es überhaupt? Antworten auf diese Fragen liefert auch unser Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der Telefonnummer 08000 - 116 016. Rund um die Uhr, kostenlos, in 17 Sprachen.  Am Wichtigsten ist aber, dass wir zusammen klarmachen:
Wir schauen nicht weg.
Wir halten zusammen.
Damit Frauen und Mädchen sicher und selbstbestimmt leben können.
Ihr zeigt heute: Wir sind viele. Wir sind laut.
Und gemeinsam sind wir stärker als Gewalt.
Vielen Dank dafür!