Agenda der "Allianz für Menschen mit Demenz" unterzeichnet

[Zu sehen sind Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, auf einem großen Plakat unterzeichnen sie die Agenda der "Allianz für Menschen mit Demenz". Danach folgen Bilder der Veranstaltung "Allianz für Menschen mit Demenz".]

"Ein besseres Leben mit Demenz in Deutschland - das ist die zentrale Botschaft der Agenda 'Gemeinsam für Menschen mit Demenz'. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin den Grundstein für eine nationale Demenzstrategie gelegt. Die Krankheit Demenz wird in der Gesellschaft oftmals tabuisiert, viele der rund 1,5 Millionen Erkrankten und auch ihre Angehörigen fühlen sich isoliert. Das führt noch immer allzu oft dazu, dass die erforderliche Hilfe und Unterstützungsangebote nicht oder nicht frühzeitig genug in Anspruch genommen werden."

[Schnitt auf Heike von Lützau-Hohlbein von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft - Selbsthilfe Demenz.]

"Die Belange sind vor allen Dingen, dass über den gesamten Verlauf der Erkrankung das was nötig wird auch berücksichtigt wird. Das geht von der Diagnose über die Betreuung bis hin zur Hospizarbeit, wenn es dann an das Ende geht. Es heißt also wirklich ‚Begleitung der Menschen über die ganze Zeit‘ und natürlich auch Entlastung der Angehörigen."

[Schnitt auf die Broschüre "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz", danach Schnitt auf die Veranstaltung.]

"Genau hier setzt die 'Allianz für Menschen mit Demenz' an. Unter dem Vorsitz der beiden Bundesministerien haben Spitzenverbände aus Pflege, Gesundheit, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Vertreter aus Bund und Ländern in einem intensiven Diskussionsprozess gemeinsam konkrete Maßnahmen vereinbart. Diese gilt es nun, umzusetzen und mit Leben zu füllen."

[Schnitt auf Manuela Schwesig, die auf dem Podium steht.]

"Wir sind heute alle hier, um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen das Signal zu geben: Wir lassen euch nicht allein. Wir lassen euch nicht im Stich. Ich möchte für meinen Bereich zwei konkrete Beispiele nennen, wie wir diese Selbstverpflichtung umsetzen, was wir erreichen möchten. Wir werden zum Beispiel mit 450 Mehrgenerationenhäusern und 300 Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier künftig 1250 lokale Netzwerke haben, die Unterstützung und Hilfe bieten. Und wir werden mit dem neuen Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf auch den Familien helfen, die vor der großen Belastung stehen, einerseits berufstätig zu sein und andererseits Angehörige zu haben, die dement und pflegebedürftig sind."

[Schnitt auf das Podiumspublikum.]

"Die Agenda enthält mehr als hundert Maßnahmen, die jeweils eigenverantwortlich in unterschiedlichsten Bereichen umgesetzt werden.  Alle relevanten Akteure waren von Anfang an in die Arbeit mit eingebunden."

[Schnitt auf Hermann Gröhe, ebenfalls auf dem Podium]

"Wir wollen die Kräfte bündeln, die in der Tat in unserer Gesellschaft ja schon in großem Umfang an diesem Thema arbeiten. Deshalb haben wir in den letzten Jahren gemeinsam einen Fahrplan entworfen, die Kräfte gebündelt und ich will daraus einige Beispiele nennen: Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen und Krankenhäuser, aber auch zum Beispiel Bürgerämter, wenn ich an die Kommunen denke, müssen sich besser als bisher auf altersverwirrte Menschen einstellen. Da fehlt es oftmals an geübter Praxis und auch an Qualifizierung des Personals. Deswegen freue ich mich, dass sich beispielsweise die deutsche Krankenhausgesellschaft, die deutschen Krankenhäuser dazu verpflichten, dazu beizutragen, dass das Personal in Krankenhäusern besser auf den Umgang mit dementiell erkrankten Patientinnen und Patienten geschult und vorbereitet werden soll. Das sind Dinge, die wir in Angriff nehmen wollen. Und natürlich möchte ich auch unterstreichen, dass wir im Hinblick auf die Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung konkret die Situation von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen in den Blick nehmen. Ihre Leistungen sollen schon zum 1. Januar des nächsten Jahres spürbar verbessert werden."

[Schnitt auf verschiedene Broschüren rund um das Thema Demenz, danach Schnitt auf Manuela Schwesig und Hermann Gröhe. Sie halten die Agenda 'Gemeinsam für Menschen mit Demenz' in den Händen]

"Demenzerkrankte und ihre Angehörigen gehören in die Mitte der Gesellschaft. Die Agenda 'Gemeinsam für Menschen mit Demenz' ist damit ein wichtiger Schritt für mehr Verständnis und ein besseres Leben mit Demenz in Deutschland."