Tag der älteren Generation

100-Jährige zu Gast im Bundesfamilienministerium

Am 3. April, dem Tag der älteren Generation, hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey Besuch von mehreren Hochaltrigen erhalten. Gemeinsam haben sie über ihre Erfahrungen gesprochen, aber auch darüber, wie man im hohen Alter an der Gesellschaft teilhaben kann.

Ich finde es gut, lange Freundschaften zu halten. Das hält fit, und das habe ich jahrelang gemacht.

Ich halte es noch aus in meiner Wohnung. Sonst kommt jede Woche eine Frau, die wohnt auch hier in der Nähe, und meine Nachbarin bringt mir immer Bananen mit.

Ich brauche eben für alles Zeit. Ich werde so oft auf der Treppe angesprochen: „Kann ich Ihnen helfen?“ – Ich sage: „Nein. Ich habe Zeit. Rennen Sie zu Ihrem Zug, ich nehme dann den nächsten.“

Ich war immer in Bewegung. Rollschuhlaufen, Schlittschuhlaufen. Ich habe 37 Jahre lang die Kinder vom SCC trainiert. Als ich hierher kam und ein Rollschuhkleid anhatte, mit einem ganz weiten Rock und das erste Mal eine Pirouette drehte, da sagten die Kinder: „Die hat ein Kleid an, das wird wie ein Schirm, so groß“, die kannten das gar nicht. Und zu meinem 100. Geburtstag waren sie alle mit eingeladen.

Und getanzt habe ich, wenn Tanznachmittage waren für Senioren, da bin ich immer noch hingegangen. Wenn die anderen jammerten: „Ich kann das nicht, ich kann das nicht!“, also das habe ich noch gemacht. Also nach Musik zu tanzen. Ich brauch‘ die Zeit für was Anderes, nicht zum Jammern.

​[Eine ältere, grauhaarige Frau lehnt sich aus einem ockerfarbenen Sessel hervor, um einer neben ihr sitzenden Frau, die sich durch ihr Fotoalbum blättert, Details zu ihren Erinnerungen näherzubringen.]

Zum Tag der älteren Generationen habe ich gesagt, ich möchte gerne einladen. Die Hochaltrigen hier in Deutschland. Wir haben Hundertjährige hier ins Bundesseniorenministerium eingeladen und sind ins Gespräch gekommen. Über die Erlebnisse eine hundertjährigen Lebens, über die Frage, wie wir heute zusammenleben, wie Menschen überhaupt so alt werden, wie sie ihr Leben heute gestalten und mit welcher Haltung sie unser Land heute sehen und wie sie auch die Politik sehen. Sie sind hochinteressiert, auch im hohen Alter. Daran, was hier in Deutschland passiert. Und dass sie sich auch nicht gehen lassen, immer noch etwas machen, auf sich achten, rausgehen, selbst etwas tun und teilhaben an der Gesellschaft. Und das ist ganz großartig.

​[Die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey kommt an einer großen Tafel in einem lichtdurchfluteten Raum des Familienministeriums mit einigen Hochaltrigen ins Gespräch. Die Stimmung ist gut. Ein älterer Herr in grauem Sakko zeigt auf ein schwarzweiß Foto, das die Familienministerin in der Hand hält. Das Bild zeigt eine Menschenmenge, die sich vor einem Gebäude für ein Foto aufgestellt hat.]

Also positiv gewesen bin ich schon immer. Und aktiv. Ich bin immer aktiv gewesen.

Die richtige Lebenseinstellung ist, wenn man natürlich ist. Und vor allen Dingen nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Und hier im Kopf muss es sitzen – da sitzt noch alles drin, wie eh und je.

[Alle Beteiligten stehen nun mit Dr. Franziska Giffey für ein Gruppenportrait bereit. Blitzlicht flackert auf. Unten erscheint auf blauem Hintergrund die Einblendung der Domain des Familienministeriums: www.bmfsfj.de.]