"Wir alle sind Deutschland" - Auftaktkonferenz "Demokratie leben!"

Volltext-Alternative zum Video:

[Eine bunte Grafik von vielen verschiedenen Menschen wird gezeigt, der Schriftzug "'Wir alle sind Deutschland' – Auftaktkonferenz – 'Demokratie leben!'" wird eingeblendet. Schnitt auf Manuela Schwesig in einer Gruppe von Menschen. Sie halten Plakate mit den Aufschriften "Wir alle sind Deutschland"]

Sprecher:

"Das neue Bundesprogramm 'Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit' wurde auf einer Auftaktveranstaltung in Berlin vorgestellt."

[Schnitt auf das Podium. Manuela Schwesig diskutiert mit einer Gruppe von Engagierten aus der Demokratiearbeit.]

Sprecher:

"Gesellschaftliche Akteure, Vereine und Projekte auf allen politischen Ebenen stehen hinter dem Programm, das für ein freiheitliches, demokratisches und tolerantes Zusammenleben wirbt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hob in ihrer Grundsatzrede die zentrale Botschaft heraus."

[Schnitt auf Manuela Schwesig am Rednerpult]

Manuela Schwesig:

"Wer Demokratie lebt, wer aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit eintritt, der oder die ist Deutschland. Wir alle sind Deutschland. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, die die Stabilität, Sicherheit, die Demokratie und die Vielfalt in unserer Gesellschaft direkt bedrohen. Das gilt für den radikalen gewaltbereiten Islamismus, dem Antisemitismus und dem Rechtsextremismus im besonderen Maße. Aber auch Islam- und Muslimfeindlichkeit, Antiziganismus, Ultra-Nationalismus, Homophobie oder linke Militanz bedrohen die Demokratie – und die Liste ist damit noch nicht vollständig. Sicherheit gibt es eben nicht durch immer schärfere Gesetze, sondern Sicherheit gibt es vor allem durch Prävention."

[Schnitt auf das Publikum]

Sprecher:

"Die bedrohte Gesellschaft stärken – hier setzen die vielfältigen Projekte an. 179 kommunale Partnerschaften für Demokratie, 16 Landes-Demokratiezentren, 90 Modellprojekte und 27 Bundeszentrale Träger werden gefördert."

[Schnitt auf Daniel Bartel vom Antidiskriminierungsverband Deutschland]

Daniel Bartel:

"Der Verband ist eine Organisation von verschiedenen unabhängigen Diskriminierungsbüros, die im wesentlichen Antidiskriminierungsberatungsarbeit leisten, das heißt Menschen, die Diskriminierung erfahren – sei es aufgrund rassistischer Zuschreibung, aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität, einer Behinderung, Lebensalter oder Religion, Weltanschauung – können in diesen Beratungsstellen konkrete Unterstützung für ihren Fall bekommen."

[Schnitt auf Marina Chernivsky von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland]

Marina Chernivsky:

"Das Thema, das hauptsächliche Thema, ist eigentlich die Auseinandersetzung mit aktuellem Antisemitismus aber in Verflechtung und Zusammenwirkung mit anderen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit – dazu gehört natürlich vor allem der Rassismus und andere Formen der, sage ich mal in Anführungsstrichen, 'Intoleranz', die sich mit dem Antisemitismus verflechten und sich einfach ganz konkret im Menschenleben und in der Mitte unserer Gesellschaft auswirken."

[Schnitt auf Anna Friedrich von Amaro Drom e.V.]

Anna Friedrich:

"Der Ansatz ist eigentlich in unserem Verband erst einmal selbst. Wir sind ein Verein von jungen Roma und Nicht-Roma, der aber hauptsächlich zum Ziel hat, junge Roma in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, und auch junge Sinti - also alle Menschen die diesen spezifischen Rassismus erfahren, der auch Antiziganismus genannt wird."

[Schnitt auf Hassan Asfour von Dialog macht Schule gGmbH]

Hassan Asfour:

"Also 'Dialog macht Schule' bildet Studentinnen und Studenten, ausgebildete Akademiker, meist mit eigener Einwanderungsgeschichte, zu Dialogmoderatoren aus, das sind politische Bildner."

[Schnitt. Es sind verschiedene Szenen der Veranstaltung zu sehen]

Sprecher:

"Durch die Abschaffung der sogenannten 'Extremismusklausel', eine längere Förderlaufzeit und durch die Aufstockung der Mittel um 10 Millionen Euro sollen die Projekte weiter ermöglicht und gestützt werden, betonte die Bundesministerin."

[Schnitt auf Manuela Schwesig vor der Presse]

Manuela Schwesig:

"Es geht darum, diese guten Erfahrungen zu stärken und in gute Strukturen zu packen und jetzt mit dem Bundesprogramm dafür zu sorgen, dass diese Initiativen und Projekte, die es ja vor Ort gibt, die Anstrengung 'Ich will etwas tun, in meinem Dorf, in meiner Stadt', dass wir die unterstützen und dass die auch darauf vertrauen können, dass sie dieses Geld auch planungssicher bekommen."

[Abblende mit dem Logo des Bundesfamilienministeriums]