Online-Konferenz "Stark im Beruf" unterstützt Migrantinnen beim beruflichen Einstieg

Mütter mit Migrationshintergrund haben einen starken Erwerbswunsch. Mit dem ESF-Programm "Stark im Beruf" setzt sich das Bundesfamilienministerium dafür ein, dass der Einstieg ins Arbeitsleben gelingt. Wie die Frauen während der Corona-Pandemie unterstützt werden können, darum ging es am 23. November bei einer digitalen Konferenz. In ihrem Grußwort dankt Bundesfrauenministerin Franziska Giffey den Beschäftigten der 85 Kontaktstellen bundesweit, dass sie den Frauen auch in Krisenzeiten telefonisch und per E-Mail zur Seite stehen.

[Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey steht in einem Büro und spricht in die Kamera.]

Franziska Giffey

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eines meiner Lieblingsprojekte hier im Bundesfamilienministerium ist unser Bundesprogramm „Stark im Beruf“ Es ist von der Europäischen Union finanziert, durch den Europäischen Sozialfonds und es geht darum, dass Mütter mit Migrationshintergrund einsteigen sollen. Einsteigen in den Beruf. Es sind außergewöhnliche Zeiten und auch der Ort Ihrer Konferenz ist ganz besonders: Denn es geht um das Programm, aber es geht darum, dass Sie eben nicht wie normal zusammenkommen können, sondern erstmals digital. Und das gleich für drei Tage. Mit der Corona-Pandemie erleben wir alle eine Ausnamesituation. Besonders gilt das für Familien mit Schul- und Kitakindern. Aber auch für Sie, unsere Kontaktstellen von „Stark im Beruf“.  Sie sind auch in der Pandemie an der Seite der Mütter und ihrer Familien geblieben. Sie haben den Kontakt gehalten: mit Telefonberatungen, Online-Formaten und vielem mehr. Ich möchte Ihnen herzlich für Ihren Einsatz danken. Denn bereits 14.000 Mütter haben Sie mit „Stark im Beruf“ insgesamt begleitet. Frauen, die nach Deutschland zugewandert sind und kleine Kinder haben, die ihr eigenes Geld verdienen und auf eigenen Beinen stehen wollen. Und es sind auch einige dabei, die mit „Stark im Beruf“ zum allerersten Mal ihr eigenes Geld verdient haben. Diese Frauen stehen für die 500.000 Mütter mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland, die gerne arbeiten möchten, denen es aber sehr oft an Unterstützung fehlt. Und Sie stehen diesen Frauen mit Rat und Tat zur Seite. Sie machen ihnen Mut. Das wird auch in Zukunft wichtig sein, gerade mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Wie Sie in den Kontaktstellen darauf reagieren und Ihre Frauen weiter erfolgreich beraten und gut begleiten können – darum wird es in den nächsten drei Tagen gehen. Und das ist aller Mühe wert, denn dieses Programm ändert wirklich das Leben von Menschen. Es bewegt was, von der Bundesebene bis ins konkrete direkte praktische Leben hinein. Und deshalb wünsche ich Ihnen auf Ihrer Konferenz viele wertvolle Ideen und Impulse. Alles Gute für Ihre weitere Arbeit. Machen Sie weiter so, damit noch viele Frauen stark für den Beruf werden können. Herzliche Grüße, Ihre Bundesfrauenministerin Franziska Giffey.