Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Juliane Seifert startet Equal Pay Day Kampagne 2019

Das Bild zeigt Juliane Seifert hinter einem Rednerpult auf einer Bühne
Juliane Seifert bei der Auftaktveranstaltung zur Equal Pay Day Kampagne 2019© Oliver Betke

Am 14. November hat die Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Juliane Seifert, die Equal Pay Day Kampagne 2019 gestartet. Unter dem Motto "Wertsache Arbeit" ging es bei der Auftaktveranstaltung unter anderem darum, wie die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen geschlossen werden kann.

Seit Anfang des Jahres ist das Entgelttransparenzgesetz in Kraft. Damit haben Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten das Recht zu erfahren, wieviel Kollegen, die die gleiche Tätigkeiten im Unternehmen ausüben verdienen.

Juliane Seifert betonte, dass für mehr Lohngerechtigkeit auch die sozialen Berufe aufgewertet werden müssen:

"In den sozialen Berufen arbeiten 5,5 Millionen Menschen, 80 Prozent davon sind Frauen. Sie arbeiten hart und sind zum Beispiel als Pflegerinnen oder Erzieherinnen unabkömmlich für unsere Gesellschaft. Wir sehen, dass ihre Ausbildung oft nicht vergütet ist, sie teils sogar Schulgeld zahlen müssen. Hier muss sich was verbessern. Die Aufwertung der sozialen Berufe ist eine Frage der Gerechtigkeit aber auch eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft."

Mit einer Fachkräfteoffensive begleitend zum Gute-KiTa-Gesetz sowie der Konzertierten Aktion Pflege will das Bundesfamilienministerium wichtige Akzente für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kindertagesbetreuung und der Pflege sowie für die Aufwertung sozialer Berufen setzen. Begleitet werden die Maßnahmen vom Entgelttransparenzgesetz und dem Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen, die beide dazu beitragen, die Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern abzubauen.

Juliane Seifert:

"Die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen ist ein großes Gerechtigkeitsthema. Ein Thema, das viele Menschen zu Recht umtreibt. So lange es nicht 'Gleichen Lohn für gleiche Arbeit' gibt, ist die jährliche Kampagne zum Equal Pay Day wichtig. Vor 100 Jahren ist es den Frauen gelungen nach einer langen Kampagne das Frauenwahlrecht durchzusetzen. Ich bin hoffnungsfroh, dass es auch gelingen wird, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit zu erreichen."

Ziel der Equal Pay Day Kampagne ist es, die Aufmerksamkeit für die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schärfen sowie deren Ursachen zu erforschen und zu benennen. Das Bundesfamilienministerium fördert seit 2008 die Equal Pay Day Kampagne, die von den Business and Professional Women e.V. in Deutschland initiiert wird.

Der nächste Equal Pay Day findet am 18. März 2019 statt und markiert symbolisch die statistische Lohnlücke in Höhe von 21 Prozent. Denn der Equal Pay Day ist der Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar 2019 für ihre Arbeit bezahlt werden.