2. Bundesseniorenkongress

Juliane Seifert fordert engen Zusammenhalt der Generationen

Das Bild zeigt Juliane Seifert hinter einem Redenerpult auf einer Bühne
Juliane Seifert begrüßt die Teilnehmenden des 2. Bundesseniorenkongresses in Berlin© BMFSFJ

Die Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Juliane Seifert, hat am 30. Oktober ein Grußwort beim 2. Bundesseniorenkongress in Berlin gehalten. Unter dem Motto "Ob jung, ob alt - Zusammenhalt!" hatte die Bundesseniorenvertretung des dbb beamtenbund und tarifunion am 29. und 30. Oktober in das dbb forum in Berlin geladen. Die Bundesseniorenvertretung des dbb vertritt die besonderen gewerkschafts- und gesellschaftspolitischen Interessen der Mitglieder des dbb im Ruhestand und befasst sich darüber hinaus mit aktuellen Fragen der Seniorenpolitik.

Juliane Seifert betonte, dass es für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt ausreichende Unterstützung und verlässliche Infrastrukturen vor Ort braucht.

Juliane Seifert:

"Jüngere und Ältere sind echte Experten für Zusammenhalt. Schließlich findet er im Kleinen Tag für Tag in den Familien in Deutschland statt. Großeltern betreuen ihre Enkelkinder, man hilft einander bei der Pflege. Dieser innerfamiliäre Zusammenhalt wirkt sich auf die ganze Gesellschaft aus. Starke Familien machen unser Land stark. Auch in vielen Vereinen und im Ehrenamt ziehen Jung und Alt an einem Strang. Das Bundesfamilienministerium setzt sich an verschiedenen Stellen dafür ein, dass der Zusammenhalt in unserem Land gestärkt wird. Das, was bei Jung und Alt gut gelingt, kann uns helfen, auch an anderen Stellen voranzukommen."

Das Bundesfamilienministerium setzt sich mit verschiedenen Projekten dafür ein, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland gestärkt wird:

Im Juli hat die Bundesregierung die Einsetzung der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" beschlossen, am 26. September hat sie ihre Arbeit aufgenommen. Den Co-Vorsitz hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. Die Arbeit der Kommission findet in sechs Facharbeitsgruppen statt. In die Facharbeitsgruppe Teilhabe und Zusammenhalt der Gesellschaft unter Federführung des Bundesfamilienministeriums sollen die Interessen aller Generationen einfließen.

Mehrgenerationenhäuser (MGH) sind Begegnungsorte und Anlaufstellen, in denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Mit niedrigschwelligen Informations-, Beratungs- und Begegnungsangeboten bieten sie Raum für gemeinsame Aktivitäten, fördern das freiwillige Engagement aller Altersgruppen und stärken das nachbarschaftliche Miteinander in der Kommune. Die rund 540 MGH bundesweit übernehmen in ihren Kommunen eine Schlüsselrolle bei der Gewinnung von freiwillig Engagierten und der Entwicklung von Angeboten zum freiwilligen Engagement.

Demografiepolitik ist selbstverständlich Politik für alle Generationen, auf kommunaler Ebene ebenso wie auf Bundesebene. Vor allem auf der kommunalen Ebene entscheidet sich, wie gut die Gesellschaft mit dem demografischen Wandel klarkommt, wie aktiv und strategische er gestaltet werden kann. Die Ausprägungen des demografischen Wandels wiederum wirken sich regional sehr unterschiedlich aus. Mit der "Demografiewerkstatt Kommunen" unterstützt das Bundesfamilienministerium neun ausgewählte Kommunen über einen Zeitraum von fünf Jahren dabei, den demografischen Wandel zu gestalten