Fachtagung der Initiative Klischeefrei

Gemeinsam für eine Berufswahl ohne Geschlechterklischees

Die Ministerin auf einer niedrigen Bühne im Podiumsgespräch
Dr. Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Elke Büdenbender (Schirmherrin), Cornelia Quennet-Thielen (Staatssekretärin im BMBF) diskutierten mit jungen Erwachsenen über Geschlechterklischees© Klischeefrei/Bettina Straub

Die 1. Fachtagung der Initiative Klischeefrei am 12. Juni in Berlin hat mit einem Podiumsgespräch gestartet. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey,  Elke Büdenbender, die Schirmherrin der Initiative, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und die Staatssekretärin im Bundesbildungsministerium Cornelia Quennet-Thielen diskutierten mit jungen Erwachsenen über Geschlechterklischees bei der Berufswahl. Im Anschluss an das Podiumsgespräch fanden Diskussionsforen, Fachvorträge und eine Hausmesse zur Zukunft der klischeefreien Berufs- und Studienorientierung statt.

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey:

"Mädchen können alles werden: Sie können Karriere machen, sie können Aufsichtsräte und Vorstände werden, Ingenieurinnen, Pilotinnen, Schreinerinnen oder auch Erzieherinnen. Und auch Jungs können alles werden, da mache ich keinen Unterschied. Wenn wir die Stereotypen von Frauen- und Männerberufen nicht überwinden, verschleudern wir so viel Potenzial und nehmen den jungen Menschen Chancen im Leben. Das können wir uns nicht leisten. Genau darum ist Klischeefrei so wichtig und darum fördere ich die Initiative."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil:

"Es ist entscheidend für unser Land, dass wir auch in Zukunft über ausreichend Fachkräfte verfügen. Aber noch immer werden rund ein Viertel aller Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst - falsche Rollenbilder können ein Grund sein. Eine Berufsorientierung frei von Geschlechterklischees weitet den Blick bei der Berufswahl und bereitet den Weg in ein erfüllendes Arbeitsleben. Auch die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet hier große Chancen, denn sie führt zu einem Wandel vieler Berufe und der Arbeitsorganisation, so dass alte Denkmuster schlicht und einfach an Bedeutung verlieren."

Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen:

"Wir brauchen einen Kulturwandel, damit jeder und jede seine Ausbildungs- und Berufsentscheidung frei und informiert und seinen eigenen Fähigkeiten entsprechend trifft. Geschlechterklischees dürfen dabei keine Rolle mehr spielen. Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Initiative Klischeefrei."

Die Initiative Klischeefrei besteht seit Ende 2016. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.