30 Jahre Mauerfall

Gabriele Haubolds Geschichte

Interview mit Gabriele HauboldBMFSFJ

Die neunziger Jahren brachten für Eisenhüttenstadt, einstmals ein Versprechen in die Zukunft, viele Veränderungen. Mit der Privatisierung des Stahlwerkes, des Hauptarbeitgebers der Stadt, gingen viele Entlassungen einher. Auf der Suche nach neuen Chancen und einer anderen Zukunft verließen immer mehr junge Leute die Stadt. Während der Altersdurchschnitt der Stadt einstmals bei 23 Jahren lag, ist er heute auf 50 Jahre gestiegen. "Der demografische Wandel hat uns voll erwischt", sagt Gabriele Haubold. Alt sieht die Stadt trotzdem nicht aus: Die Schulen sind saniert, öffentliche Einrichtungen erneuert, es wurde viel getan. 

Dabei helfen Maßnahmen wie die Demografiestrategie der Bundesregierung, die Antworten auf den gesellschaftlichen Wandel im ganzen Land findet. Auch die Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" will dafür sorgen, dass in Zukunft Ressourcen und Möglichkeiten für alle in Deutschland lebenden Menschen gerecht verteilt werden können. Strukturpolitische und demografische Veränderungen bleiben Teil Eisenhüttenstadts und vieler anderer Städte: "Sich auseinandersetzen und miteinander reden, das brauchte es damals und heute", ist Gabriele Haubold sicher.