Umgang mit Menschen mit Demenz

Familienministerin Dr. Franziska Giffey wird "Demenz Partnerin"

Als "Demenz Partner" Berührungsängste abbauen

Rund 30.000 Menschen in Deutschland dürfen sich "Demenz Partner" nennen. Seit dem 18. Juni zählt auch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey dazu. Denn Sie hat den kostenlosen 90-minütigen Kurs der Initiative "Demenz Partner" der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. absolviert. In den Kursen wird den Teilnehmenden Grundwissen über Demenzerkrankungen und den richtigen Umgang mit Betroffenen vermittelt. Beispielsweise lernen sie Kommunikationstechniken - wie sie am besten Blickkontakt mit Erkrankten aufnehmen können und dass einfache, kurze Sätze wichtig sind.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey:

"Verständnis wecken und Berührungsängste abbauen – das sind zwei zentrale Ziele dieser Initiative. Ich bin froh, dass ich heute die Gelegenheit hatte, diesen Kurs zu besuchen: Weil ich viel dazugelernt habe über Demenz und vor allem darüber, was das für die Betroffenen bedeutet. In manchen Familien stellt die Diagnose Demenz ja das ganze Leben auf den Kopf. Für die Betroffenen ist es wichtig, aktiv zu bleiben und soziale Kontakte zu pflegen. Dem stehen oft aber Tabus und Vorurteile im Wege. Damit müssen wir aufräumen und alle noch stärker für das Thema Demenz sensibilisieren - zum Beispiel durch die Kurse der Initiative 'Demenz Partner'."

Die Initiative "Demenz Partner"

In Deutschland leben derzeit 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Jährlich erkranken 300.000 Menschen neu, wodurch die Gesamtzahl an Menschen mit Demenz jährlich um ca. 40.000 zunimmt (Differenz Neuerkrankungen zu Sterbefällen). Für das Jahr 2050 wird die Zahl der Menschen mit der Diagnose Alzheimer oder einer anderen Demenzerkrankung auf über drei Millionen Menschen geschätzt.

In den bundesweit stattfindenden Kursen werden neben Wissen zum Krankheitsbild wichtige Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelt. Wer an den kostenlosen Kursen teilnimmt, erhält als Teilnahmebestätigung eine Urkunde und einen Anstecker, der ihn oder sie als "Demenz Partner" ausweist.

Gefördert wird "Demenz-Partner" durch die gemeinnützige SKala-Initiative sowie das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Initiative knüpft an Aktivitäten der weltweiten Aktion "Dementia Friends" an.